Wilderer treibt in Triesen sein Unwesen

Praktikant FM1Today, 22. Januar 2019, 18:23 Uhr
TVO/Pixabay
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In der Nacht auf Montag hat ein Wilderer im Fürstentum Liechtenstein ein Rotwild geschossen. Anschliessend transportierte er das Tier ab. Darauf drohen empfindliche Strafen.

Im liechtensteinischen Triesen hat am frühen Montagmorgen zwischen 00.00 Uhr bis 6.00 Uhr ein Wilderer ein Rotwild geschossen. Danach wurde das Tier abtransportiert. Über die Gründe kann im Moment nur spekuliert werden. «Eine Möglichkeit wäre, dass das Tier als Trophäe behalten wird oder dass das Fleisch verkauft wird», sagt Sibylle Marxer von der Landespolizei Liechtenstein. Um wen es sich bei der Täterschaft handelt, ist nicht bekannt. Die Polizei sucht Zeugen.

Jagd momentan nicht erlaubt

Die Tat ist gleich aus mehreren Gründen strafbar: Die Jagdgesellschaft Triesen hat das Gebiet gepachtet, darum entstand ihr durch den Abschuss ein Schaden von mehreren hundert Franken. Hinzu kommt aber auch, dass das Rotwild, also ein Hirsch oder eine Hirschkuh, seit Dezember in der Schonzeit sind. Das heisst, man dürfte sie nicht jagen.

Bussen bis zu 50'000 Franken

Auf Wilderei stehen hohe Strafen. So spricht das Jagdgesetz von Bussen bis zu 50'000 Franken oder einer Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten. Je nachdem, ob das Tier leiden musste, könnte aber auch das Tierschutzgesetz zum Zuge kommen. Wilderei ist in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein aber selten. Es seien nur nur wenige Fälle bekannt, heisst es beim Amt für Umwelt Liechtenstein.

(tob)

 

 

Praktikant FM1Today
veröffentlicht: 22. Januar 2019 18:23
aktualisiert: 22. Januar 2019 18:23