«Wir freuen uns auf den Stress»

Fabienne Engbers, 1. November 2017, 07:46 Uhr
Wer am 1. November in St.Gallen einkaufen will, kommt nicht weiter als vor's Schaufenster. (Archiv)
Wer am 1. November in St.Gallen einkaufen will, kommt nicht weiter als vor's Schaufenster. (Archiv)
© Tagblatt/Benjamin Manser
In den Kantonen St.Gallen und Appenzell Innerrhoden geht an Allerheiligen gar nichts. In anderen Kantonen haben die Geschäfte ganz normale Öffnungszeiten. Das bringt einen Besucheransturm, das Personal nimmt es entspannt.

Im ganzen Kanton St.Gallen und in Appenzell Innerrhoden gilt der 1. November als Feiertag. Weder Geschäfte noch Schulen oder Kinderkrippen haben geöffnet. Anders als die katholischen Innerrhödler und St.Galler schenken sowohl Appenzell Ausserrhoden als auch Thurgau dem 1. November keine Beachtung. Der Betrieb läuft überall normal.

Herisauer und Arboner erwarten viel Tumult

Herisau wirbt gar dafür, dass die Geschäfte am 1. November alle geöffnet sind. Das kleine Städtchen erwartet viele Besucher. «Viele kommen von St.Gallen oder Appenzell Innerrhoden», weiss Brigitte Meier von der Bäckerei Schläpfer in Herisau. Gerade Kuchen, Torten und kleine Geschenke sind am 1. November beliebt. Viele treffen sich zu Kaffee und Kuchen. Daher stockt die Bäckerei auch das Angebot an Allerheiligen auf. «An Allerheiligen ist es stressig, aber wir freuen uns trotzdem darauf», sagt Meier. Dass sie am 1. November viel zu tun hat, stört Brigitte Meier überhaupt nicht. «Es ist schön, wenn etwas läuft, so haben wir mehr Spass bei der Arbeit.»

Auch in Arbon freut man sich, dass andere frei haben. «Viele kommen an den See, geniessen einen Kaffee und bummeln durch die Gassen», sagt Daniela Meierhofer, Inhaberin der Metzgerei Meierhofer. Dass sie arbeiten muss, während andere einen freien Sonntag geniessen, findet auch sie nicht schlimm. «Wir geniessen es, dass wir morgen arbeiten und haben dafür einmal einen anderen Tag frei.»

Gehst du am 1. November shoppen?


In Chur wird vorgesorgt

Auch in Chur sind alle Geschäfte regulär geöffnet, während im katholischen Bündner Oberland gar nichts geht. Viele kommen daher von Ilanz und Umgebung zum Shoppen nach Chur. Deshalb fährt, wie schon in den Vorjahren, ein Shuttle-Bus vom Waffenplatz, wo die Besucher parkieren können, bis zum Postautodeck mitten in der Stadt. Der Bus ist gratis und fährt von 12 bis 20 Uhr im Viertelstundentakt, schreibt die Stadtpolizei in einer Mitteilung. Ausserdem verkehren Extrabusse ab Untervaz nach Trimmis.

Auch das Fashion Outlet in Landquart hat an Allerheiligen geöffnet.

Konstanz und Dornbirn haben zu

Wer gerne in Konstanz oder Radolfszell einkauft, steht am 1. November vor geschlossenen Türen - die Geschäfte haben alle geschlossen, weil Allerheiligen im Bundesland Baden-Württemberg ein Feiertag ist. Wen es trotzdem aus Versehen nach Konstanz verschlägt, der kann im benachbarten Kreuzlingen einkaufen.

Auch im Vorarlberg haben die Geschäfte wegen des Feiertags geschlossen. Wer nach Au, Dornbirn oder Lustenau fährt, kann lediglich eine Schaufenster-Shoppingtour geniessen.

Schon 2014 stürmten die St.Galler ein Thurgauer Einkaufszentrum:

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Fabienne Engbers
Quelle: enf
veröffentlicht: 1. November 2017 07:46
aktualisiert: 1. November 2017 07:46