Woher kommt dieses Brummen?

Laurien Gschwend, 3. Mai 2017, 16:03 Uhr
Das Brummen ist vor allem an der Tschudistrasse, Höhe Amselweg, hörbar.
Das Brummen ist vor allem an der Tschudistrasse, Höhe Amselweg, hörbar.
© TAGBLATT/Ralph Ribi
Im St.Galler Tschudiwies-Quartier ist seit Jahren ein Brummen zu hören, welches den Bewohnerinnen und Bewohnern den Schlaf raubt. Woher das Geräusch kommt, weiss niemand so genau.

Ingrid Jacober, Bewohnerin der Tschudistrasse 43 und Vizepräsidentin des Quartiervereins Tschudiwies-Centrum, plagt seit Jahren ein unerklärliches Brummen. Es höre sich an wie ein Motor, der ständig laufe, ein Transformator, ein Sturm oder ein Betonmischer auf der Strasse.

«Ein dröhnendes Vibrieren»

Das Brummen sei nicht für alle Personen im Tschudiwies gleich hör- und spürbar, beeinträchtigend sei es für die Betroffenen aber allemal. «Trotz mehrerer Abklärungen wissen wir immer noch nicht, woher es kommt», sagt sie dem «St.Galler Tagblatt».

«Es ist ein dröhnendes Vibrieren», zitiert das «St.Galler Tagblatt» Paula Riederer, die seit über 60 Jahren schräg gegenüber wohnt. Seit vier Jahren höre die 92-Jährige das Brummen, sie habe Abklärungen beim Eigentümer des Wohnhauses getroffen und den Lärmschutzbeauftragten eingeladen, jedoch ohne Erfolg.

Niemand kennt die Ursache

Auch Jacober hat gemäss «20 Minuten» schon einiges unternommen, um dem Problem auf den Grund zu gehen. Gemeinsam mit anderen Anwohnerinnen und Anwohnern habe sie die Heizungen der umliegenden Häuser kontrolliert. Bei den Stadtwerken habe sie sich erkundet, um nach allfälligen Wasser- und Wärmepumpen zu fragen, die das vermeintliche Brummen verursachen könnten. Auch die SBB konnten nicht weiterhelfen, wie die 48-Jährige sagt.

«Hören ist etwas Subjektives»

Wie das «St.Galler Tagblatt» berichtet, war Kaspar Leuthold vom städtischen Amt für Umwelt und Energie bereits einmal vor Ort, um eine Hörprobe und Referenzmessungen durchzuführen. «Das Brummen habe ich beim Besuch nicht gehört.» Deshalb habe er davon abgesehen, Messungen zu machen. Nichtsdestotrotz glaubt er den Betroffenen: «Hören ist auch etwas Subjektives», lässt er sich vom «St.Galler Tagblatt» zitieren.

Laurien Gschwend
Quelle: red.
veröffentlicht: 3. Mai 2017 16:03
aktualisiert: 3. Mai 2017 16:03