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Challenge League

«Wunschlösung»: Der neue Trainer des FC Wil heisst Brunello Iacopetta

9. November 2021, 17:57 Uhr
Brunello Iacopetta ist 37-jährig und trainierte bisher den FC Rapperswil-Jona. Der gebürtige Thurgauer tritt die Nachfolge von Alex Frei an, dessen Abgang am Dienstagmorgen bekanntgegeben wurde. Grund für die Trennung waren unterschiedliche Ansichten über den nächsten sportlichen Schritt der Wiler.
Er steht neu an der Seitenlinie des FC Wil: Brunello Iacopetta tritt die Nachfolge von Alex Frei an.
© FC Rapperswil-Jona

Vor etwas mehr als einem Jahr hat Alex Frei den FC Wil übernommen. Nun gehen der Ex-Nationalspieler und der Ostschweizer Verein bereits wieder getrennte Wege. Grund dafür seien «unterschiedliche Vorstellungen zur strukturellen und sportlichen Ausrichtung».

Viel Erfahrung mit Nachwuchsspielern

Die Trennung hat sich intern wohl schon länger abgezeichnet – denn bereits am Dienstagabend präsentiert der FC Wil einen Nachfolger für Frei: Dieser heisst Brunello Iacopetta, ist 37-jährig und coachte seit etwa einem Jahr den FC Rapperswil-Jona in der Promotion League, der dritthöchsten Schweizer Liga. «Er war unsere absolute Wunschlösung», sagt Jan Breitenmoser, Sportchef des FC Wil, im Gespräch mit TVO. Man habe seine Karriere schon lange verfolgt. Iacopetta passe besonders zum FC Wil, weil er sich voll mit dem Verein identifiziere, offensiven und attraktiven Fussball spielen lasse und nicht zuletzt eine Menge Erfahrung mit Nachwuchsspielern habe.

Zuvor war Iacopetta im Nachwuchs des FC St.Gallen tätig, wo er seit 2012 von der U16 bis zur U21 verschiedene Mannschaften trainierte. Der schweizerisch-italienische Doppelbürger, welcher aus Frauenfeld stammt, hat auch eine Vergangenheit bei seinem neuen Verein: Von 2009 bis 2012 war er Jugendtrainer beim FC Wil.

Uneinigkeiten in finanzieller Hinsicht

Iacopettas Vorgänger Alex Frei trat im September 2020 die Nachfolge von Ciriaco Sforza bei Wil an. Der Rekordtorschütze der Schweizer Nationalmannschaft betreute den FC Wil in insgesamt 49 Meisterschafts- und drei Cuppartien. «Ein Blick auf unsere aktuelle Mannschaft zeigt, dass Alex die jungen Spieler sportlich und menschlich fördern konnte. Dafür danken wir ihm herzlich», so Jan Breitenmoser. 

Man bedaure, dass zur weiteren sportlichen und strukturellen Ausrichtung des Vereins keine Einigung gefunden werden konnte. Zudem verneint Breitenmoser, dass es intern zu Streitigkeiten gekommen sei. «Die unterschiedlichen Ansichten betreffen die Zukunft, nicht die Vergangenheit.» Insbesondere eine Rolle spielen dabei die Finanzen. «Wir haben bescheidene finanzielle Mittel, welche wir haushalterisch einsetzen müssen. Uns ist bewusst, dass Alex Frei einen grösseren Schritt in sportlicher Hinsicht machen will, als wir», erklärt Breitenmoser die Gründe für die Differenzen mit Frei.

Deshalb habe man sich gemeinsam entschieden, getrennte Wege zu gehen. Der FC Wil und Frei würden aber im Guten auseinandergehen. Mit Frei verlässt auch Assistenztrainer Romain Villiger den Verein.

(con)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 9. November 2021 18:00
aktualisiert: 9. November 2021 17:57