Zu Weihnachten ein Dach über dem Kopf

Angela Mueller, 13. Dezember 2016, 18:13 Uhr
Ein Bild aus glücklicheren Tagen: Schorsch und Damian Neuhäusler mit Hund Balu, der beim Brand getötet wurde.
Ein Bild aus glücklicheren Tagen: Schorsch und Damian Neuhäusler mit Hund Balu, der beim Brand getötet wurde.
© zvg
Der 1. Dezember war der Unglückstag von Schorsch und Damian Neuhäusler - ihr Haus in den Flumserbergen ging in Flammen auf. Drei ihrer sieben Hunde starben. Über Facebook haben sie ein neues Heim gesucht und jetzt auch gefunden.

«Es ist ein sehr grosser Trost, dass wir an Weihnachten wieder ein eigenes Dach über dem Kopf haben», sagt Schorsch Neuhäusler. Am 1. Dezember haben er und sein Ehemann Damian alles verloren. Ihr Haus in den Flumserbergen brannte vollständig aus, die beiden Männer wurden leicht verletzt. Doch das ist nicht das Schlimmste: Drei ihrer sieben Hunde verloren beim Brand ihr Leben. «Wir vermissen sie sehr», sagt Neuhäusler.

Haus mit grossen Umschwung

Nun gibt es endlich gute Nachrichten: Schorsch und Damian haben ein neues Heim gefunden. Es ist ein 8-Zimmer-Einfamilienhaus in Flums mit 1000 Quadratmetern Umschwung. «Wir können direkt einziehen, allerdings müssen wir vorher noch etwas putzen und den Garten in Ordnung bringen», sagt Neuhäusler.

Durch Brand verletzt und traumatisiert

Dabei werden ihnen verschiedene Bekannte und Freunde helfen. Dies ist auch nötig: Die beiden haben sich beim Brand eine Rauchvergiftung zugezogen. Schorsch hat zudem das Steissbein gebrochen und beide Füsse beim Sprung aus dem Fenster verletzt.

Willkommen bei Freunden

«Schlimm ist aber auch die psychische Belastung durch den Schock und den Verlust der Tiere», sagt Neuhäusler. Glücklicherweise ist die Solidarität unter Freunden und der Facebook-Gemeinde gross: «Zurzeit wohnen wir bei Freunden in Graubünden, wo wir uns sehr willkommen fühlen.» Auch der Spendenaufruf zeigte grosse Wirkung. «Wir haben Kleider und Möbel für die neue Wohnung bekommen und können heute bereits alles ins neue Haus bringen.»

Auf Hilfe angewiesen

Sie sind aber weiterhin auf Hilfe - vor allem finanzieller Natur - angewiesen: «Wir haben keine eigenen Kleider mehr, keine Möbel und noch nicht einmal eigene Tassen - nichts mehr», sagt Neuhäusler.

Angela Mueller
veröffentlicht: 13. Dezember 2016 17:12
aktualisiert: 13. Dezember 2016 18:13