Zum ersten Mal in freier Natur

Nina Müller, 18. Mai 2019, 21:20 Uhr
Amelia und Meimo, welche am 1. Februar im Arosa Bärenland ihr neues Zuhause fanden, durften am Samstag zum ersten Mal das Aussengehege erkunden. Neugierig, aber doch auffällig behutsam konnten sie Erfahrungen mit Gras, Erde und Schnee machen.

Nach jahrelanger Gefangenschaft konnten die Bären Amelia und Meimo am Samstag zum ersten Mal die freie Natur erkunden. Bei der Freilassung ins Aussengehege zeigte sich die Bärin keineswegs schüchtern. Neugierig setzte das 13 Jahre alte Weibchen ihre Tatzen auf die ersten braunen Grasflecken und erkundete ihr neues Zuhause. Bereits nach wenigen Minuten lernte die sie, dass der Elektrozaun zwickt. Amelia erschrak und zog sich darauf schnell wieder in ihre vertraute Umgebung der Innenanlage zurück.

Meimo bleibt wachsam

Der gleichaltrige Braunbär Meimo beobachtete Amelia wachsam. Kaum machte Amelia Platz wagte er behutsam seine ersten Schritte in die Natur. Er fand sogleich Gefallen an seinem neuen Untergrund und grub Löcher in die Erde – interessiert an den Wurzeln, den Würmern und Käferlarven. Danach machte er sich auf, das weitläufige Aussengehege zu erkunden.

Mutig setzte er seine Tatzen erstmals in den Nassschnee und machte eine kleine Runde durch sein neues Zuhause auf 2'000 Meter über Meer, wo er in Zukunft ein möglichst naturnahes Leben führen, durch Wiesen und Wälder streifen und in Teichen baden kann. Regelmässig blickte der Bär aber auch zurück.

Napa checkt seine Lieblingsorte ab

Auch Napa beobachtete die ersten Erfahrungen der neuen Bären-Freunde im Aussengehege. Nachdem Amelia und Meimo wieder in den Innenanlagen waren, durfte auch Napa nach abgeschlossener Winterruhe wieder in die Aussenanlagen. Zuerst zeigte er sich zurückhaltend, bis auch er endlich den erneuten Schritt in die Natur wagte. Er roch die Spuren von Bär Meimo und lief den gleichen Weg zur Kontrolle ab.

Da Napa die Aussenanlage bereits vom letzten Jahr kannte, gewann er schnell an Vertrauen zurück und lief anschliessend all seine Lieblingsplätze ab, bevor er sich wieder von sich aus in die Innenanlage zurückzog.

Nina Müller
Quelle: red.
veröffentlicht: 18. Mai 2019 21:20
aktualisiert: 18. Mai 2019 21:20