Fürstentum Liechtenstein

Zwei Jahre Haft für Pädokriminelle: Regierung will härtere Strafen

18. Mai 2022, 14:02 Uhr
Wer im Fürstentum Liechtenstein in Zukunft ein Sexualdelikt an einem Kind oder Jugendlichen begeht, muss mit härteren Strafen rechnen. Die Regierung hat eine entsprechende Vernehmlassung verabschiedet.
Im Fürstentum Liechtenstein müssen Pädokriminelle in Zukunft mit härteren Strafen rechnen.
© Getty

Zum ersten Mal seit über vierzig Jahren soll das Liechtensteiner Sexualstrafrecht verschärft werden. Pädokriminelle könnte in Zukunft mehr als die doppelte Strafe drohen.

Geldstrafe soll verfünffacht werden

Erhöht werden sollen auch die Tagessätze bei Geldstrafen. Aktuell liegen diese zwischen 10 und 1000 Franken. Die Regierung hiess am Dienstag eine Motion gut, die die Strafe auf 5000 Franken erhöhen will. Betroffen sind die Tatbestände Besitz von Kinderpornografie und sexueller Missbrauch von Minderjährigen.

Mindestens zwei Jahre Haft für Vergewaltigung eines Kindes

Ausserdem sollen Täterinnen und Täter, die Kinder oder Jugendliche vergewaltigt oder schwer missbraucht haben, nicht mehr zu einer bedingten Haftstrafe verurteilt werden. Folglich droht ihnen eine Mindesthaftstrafe von zwei Jahren, teilt die Regierung mit.

Ziel der Massnahmen sei es, eine passende Strafe für die Vergehen zu verhängen und eine präventive Abschreckung zu gewährleisten. Die Vernehmlassungsfrist endet am 15. Juli.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 18. Mai 2022 13:48
aktualisiert: 18. Mai 2022 14:02
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