Zweiter Täter von St.Margrethen gefasst

Nina Müller, 12. Juni 2019, 12:13 Uhr
Nachdem ein 28-Jähriger in St.Margrethen durch einen Schuss verletzt wurde, suchte die Polizei mit Hochdruck nach dem zweiten Angreifer. Nun meldet die Staatsanwaltschaft eine weitere Verhaftung.

In St.Margrethen kam es am Samstagabend zu einer üblen Auseinandersetzung zwischen fünf Männern. Drei Männer wurden von einer weiteren Person vor einen Block in der Industriestrasse bestellt. Der Hilferufende fühlte sich von zwei Männern vor seiner Wohnung bedroht. So beschrieben Personen, die dem Opfer nahe stehen, die Situation.

Angreifer zielte bewusst auf den Kopf

Es kam zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen den beiden Unbekannten und zwei der drei Männer im Lieferwagen. Dabei schoss einer der Angreifer auf einen 28-jährigen Ukrainer. Nach Informationen die FM1Today vorliegen, zielte der Angreifer aus nächster Nähe auf den Kopf des Opfers.

Zweiter Täter am Dienstagabend gefasst

Nach der Tat sind die zwei Männer mit einem Personenwagen geflüchtet. Einer - ein 26-jähriger Bosnier - wurde bereits am nächsten Morgen verhaftet. Der zweite Angreifer war länger auf der Flucht. Am Dienstagabend klickten aber auch bei ihm die Handschellen. Er ist ebenfalls ein 26-jähriger Bosnier. Bei ihm handelt es sich um den mutmasslichen Schützen.

«Es handelte sich um Schusswaffe»

Entgegen ersten Berichten soll es sich bei der Waffe nicht um eine Schreckschusspistole, sondern um eine Schusswaffe gehandelt haben. «Ich kann Ihnen bestätigen, dass es sich bei der Waffe um eine Schusswaffe handelt», sagt Beatrice Giger, Medienbeauftragte der Staatsanwaltschaft St.Gallen, gegenüber FM1Today.

Opfer konnte die Intensivstation verlassen

Die Staatsanwaltschaft hat gegen beide Beschuldigte ein Untersuchungshaft-Verfahren eingeleitet. Wo der Gesuchte verhaftet wurde und wie es dazu gekommen ist, will die Staatsanwaltschaft nicht kommentieren.

Das Opfer konnte am Dienstag die Intensivstation des Spitals verlassen. Das bestätigen Personen aus dem nahen Umfeld gegenüber FM1Today. Es gehe ihm den Umständen entsprechend gut.

(red.)

 

Nina Müller
veröffentlicht: 12. Juni 2019 10:39
aktualisiert: 12. Juni 2019 12:13