Ostschweizer Hoteliers kämpfen um Gäste

Im Toggenburg übernachten diesen Sommer massiv weniger Touristen als noch vor einigen Jahren. Bei Hoteliers in der ganzen Ostschweiz ist deshalb Kreativität gefragt.

Während im Juli vor neun Jahren 17’000 Gäste im Toggenburg Ferien machten, waren es letztes Jahr noch 11’000. «Wir waren in den letzten Jahren eher auf einem tiefen Niveau. Nun hoffe ich, dass wir das Tal erreicht haben», lässt sich Christian Gressbach, Geschäftsführer von Toggenburg Tourismus, von TVO zitieren. Sein Ziel: die Anzahl Logiernächte und die Attraktivität der Region im Allgemeinen steigern. «Der Gast will etwas erleben. Wenn er an zwei Tagen sieben Churfirsten besteigt oder Wild beobachtet, bleibt ihm das und er erzählt es weiter.»

Die «Alpenrose» in Wildhaus merkt, dass sie etwas unternehmen muss, um im Sommer Touristen ins Toggenburg zu locken. Die Aktion eines Drei-Generationen-Wochenendes soll dabei helfen. «Wenn die Grosseltern wieder einmal zu uns kommen, nehmen sie gleich die Familie mit. Auch Seminargäste sehen das Angebot und kommen mit der ganzen Familie zurück», erklärt Betriebsassistentin Vivien Stump.

Von den leeren Betten verschont bleibt auch das Hotel Einstein in der Stadt St.Gallen nicht, wie Direktor Michael Vogt sagt. «Die Stadt lebt von Kongress, Business und Geschäftsleuten.» Sein Haus müsse innovativ sein – öV-Vergünstigungen und Rundumpakete mit Ausflügen anbieten zum Beispiel – um Feriengänger aus der Schweiz und den Nachbarländern beherbergen zu können.

(red.)


Newsletter abonnieren
5Kommentare
noch 500 Zeichen

HTML-Version von diesem Artikel