Ratten breiten sich in St.Galler Park aus

Von Linda Aeschlimann
Zurzeit tummeln sich viele Wanderratten in einem St.Galler Park.
Zurzeit tummeln sich viele Wanderratten in einem St.Galler Park. © FM1Today
In einem Park in St.Gallen wimmelt es zurzeit von Ratten. Besonders jetzt, wo es wärmer wird, werden diese zum Problem. Deshalb leitet die Stadtpolizei St.Gallen nun Massnahmen ein. Eine Rattenplage soll verhindert werden.


Eines vorweg: Ratten sind in Städten keine Seltenheit, auch in St.Gallen nicht. Nur: Gewöhnlich machen es sich die Tiere in den Kanalisationen, also im Untergrund, gemütlich. Und dort machen die Ratten normalerweise auch keine Probleme.

Nun gibt es aber in St.Gallen Schwierigkeiten. In der Stadt tummeln sich seit Anfang des Jahres viele Ratten an der Erdoberfläche – aktueller Hotspot: Das St.Leonard-Pärkli. «Es handelt sich hierbei nicht um irgendwelche kleine Mäuse, sondern um wirkliche Ratten», sagt Dionys Widmer, Mediensprecher der Stadtpolizei St.Gallen.

Rattenplage vermeiden

Im Moment würden die Wanderratten keine Probleme verursachen. Das könne sich aber schnell ändern, sagt Dionys Widmer zu FM1Today: «Die Ratten verbreiten sich extrem schnell, besonders jetzt, wo es wärmer wird.» Dazu können Ratten diverse Krankheiten übertragen.

Im St.Galler St.Leonhard Pärklein hat es zurzeit zahlreiche Ratten.

Im St.Galler St.Leonhard Pärklein hat es zurzeit zahlreiche Ratten. (Bild: FM1Today)

Ein Stadtpark ist, laut dem St.Galler Wildhüter Mirko Calderara, ein Paradies für die Tiere. Sie finden dort viel Nahrung und können sich daher schnell vermehren. Deshalb muss die Stadtpolizei St.Gallen jetzt Massnahmen treffen. «Wir versuchen aktuell, die Ratten mit speziellen Mittel zu vertreiben. Des Weiteren werden die Gebüsche extra gereinigt», sagt Dionys Widmer.

Wenn das nichts nützt, müssen die Ratten getötet werden. Soweit sei man aber noch nicht, sagt der Polizeisprecher: «Eine Tötung ist immer das letzte Mittel. Wir versuchen zuerst alle anderen Schritte.»

Füttern verboten!

Einen Austausch gibt es nicht nur zwischen der Stadt, dem Wildhüter und der Polizei, sondern auch mit der angrenzenden Primarschule. «Die Schüler werden sensibilisiert. Die Ratten dürfen nicht gefüttert und auf keinen Fall gestreichelt werden.» Das gilt natürlich auch für Parkbesucher. Ratten können Krankheiten übertragen und wenn man sie füttert, unterstützt man ihre Fortpflanzung.

Von einer Rattenplage will man bei der Stadtpolizei St.Gallen noch nicht sprechen. Es sei einfach wichtig, eine solche zu verhindern.


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