RhB steigert Passagierzahlen dank Bärenland

Das Jahr 2018 war für die RhB ereignisreich. Hier fährt ein Zug bei Preda ein.
Das Jahr 2018 war für die RhB ereignisreich. Hier fährt ein Zug bei Preda ein. © KEYSTONE/Gian Ehrenzeller
Im Jubiläumsjahr «10 Jahre Unesco Welterbe» hat die Rhätische Bahn drei Prozent mehr Fahrgäste als im Vorjahr begrüssen können. Dies nicht zuletzt wegen des neu eröffneten Bärenlands in Arosa.

Der deutlichste Passagierzuwachs hat die Rhätische Bahn (RhB) auf der Linie Landquart – St.Moritz mit 12,1 Prozent und der höchste auf der Strecke zwischen Chur und Arosa mit 12,4 Prozent verzeichnet. Wie Direktor Renato Faciati an der jährlichen Medienkonferenz am Donnerstag sagte, dürfte sich hier «der Effekt des im Spätsommer eröffneten Bärenlands sowie der zugehörigen Bärenlandwagen der RhB bemerkbar» bemerkbar gemacht haben.

Auch die Linien ins und im Engadin legten mit bis zu knapp 7 Prozent zu. Erfolgreich war der Einsatz zweier nostalgischer Zugskompositionen auf der Strecke Davos Platz und Filisur, hier verbuchte die RhB ein Plus von 9,5 Prozent. Ein leichtes Plus hat die RhB im Güterverkehr zu verzeichnen, sie beförderte 0,5 Prozent mehr Tonnen.

 

Autoverlad Vereina mit weniger Fahrgästen

Beim Autoverlad Vereina hingegen ging die Anzahl beförderter Fahrzeuge um 3,2 Prozent zurück. «Dies lässt sich mit dem langen, sehr schönen Sommer begründen, der dafür sorgte, dass sich viele Automobilistinnen und Automobilisten für die Fahrt über den Flüelapass und gegen den Autoverlad am Vereina entschieden», sagte RhB-Direktor Renato Fasciati, der sich sehr erfreut über die allgemeinde Entwicklung bei der RhB zeigte und sich optimistisch für das Gesamtergebnis 2018 äusserte.

Die RhB wird modernisiert

Die RhB befindet sich in einer tiefgreifenden Modernisierungsphase, welche alle Geschäftsbereiche betrifft, heisst es in der Medienmitteilung. So wurde im Oktober der Durchstich des Albulatunnels erreicht und im November die Hinterrheinbrück bei Reichenau in Betrieb genommen.

Mineure iubel beim Albulatunnel-Durchstich im Oktober 2018.

Mineure posieren nach dem Durchstich beim neuen Albulatunnel im Oktober in Preda. In gut drei Jahren wurde die 5860 Meter lange Tunnelstrecke ausgebrochen. Das Projekt kostet 345 Millionen Franken. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Diverse Doppelspur-Projekte stehen zurzeit an und mit einem umfassenden Umbau des Bahnhofs Landquart und der anliegenden RhB-Hauptwerkstätte wurde dieses Jahr bereits gestartet. «Das Grossprojekt dürfte die RhB die nächsten zehn Jahren beschäftigen», schreibt die RhB. Auch hat die Bahn in die Digitalisierung investiert, so zum Beispiel in eine neue Vertriebsplattform, 97 Billettautomaten und in die schweizweite Ausweitung der Ticket-App «Fairtiq».

(red.)


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