Säntis: Ein Knochenjob in luftiger Höhe

Die Arbeiter am Säntis müssen schwindelfrei und wetterrobust sein.
Die Arbeiter am Säntis müssen schwindelfrei und wetterrobust sein. © TVO
Die Arbeiter am Fuss des Säntis sind unter Zeitdruck: Nach dem monatelangen Unterbruch aufgrund zweier Lawinen soll die Schwebebahn im Juni wieder in Betrieb gehen. Eine TVO-Reportage.

Der Schock sitzt immer noch tief: Zwei Lawinen donnerten Mitte Januar vom Säntis runter auf die Schwägalp – sowohl Teile des Hotels Säntis als auch eine Stütze der Säntisbahn wurden durch die Wucht zerstört.

Winterliche Verhältnisse

Die Betreiber der Säntis-Schwebebahn müssen aber nach vorne schauen. Ab Juni sollen wieder Gondeln zwischen der Schwägalp und dem Säntis auf 2500 Metern über Meer verkehren. Obwohl am Fuss des Säntis noch Verhältnisse wie im tiefsten Winter herrschen, sind fünf Spezialisten seit Mitte April dabei, den Masten zu reparieren. Kein Job für schwache Nerven, wie die spektakulären Aufnahmen im TVO-Beitrag zeigen:

Alle Eckpfeiler des beschädigten Masten werden laut Michael Wehrli, Leiter Technik und Infrastruktur bei der Säntisbahn, mit Stahlträgern verstärkt. Dabei handelt es sich um eine Übergangslösung: Ziel ist es, den Masten früher oder später komplett zu ersetzen.

Masten wird sicherer

Bis zu zwölf Stunden täglich sind die Arbeiter mit Schweissen, Fräsen und Hämmern beschäftigt. Der Masten soll gar noch sicherer werden als zuvor: Die Stahlträger vermögen es, Lawinen standzuhalten, wie Wehrli erklärt.

Der Betriebsunterbruch klafft bereits ein Millionenloch in die Kasse der Säntisbahn – die Einnahmen der Touristen fehlen. «Es ist deshalb unser eigenes Interesse, möglichst schnell wieder in Betrieb gehen zu können.» Die Sicherheit der Arbeiter und der Gäste gehe aber vor.

(red.)


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