Zu früh gefreut

Lonah Chemtai Salpeter (links) bemerkt den Irrtum. Sie hatte den Endspurt gegen die spätere Siegerin Sifan Hassan eine Runde zu früh lanciert.
Lonah Chemtai Salpeter (links) bemerkt den Irrtum. Sie hatte den Endspurt gegen die spätere Siegerin Sifan Hassan eine Runde zu früh lanciert. © KEYSTONE/AP/MICHAEL SOHN
Das Kuriosum des letzten Abends der EM in Berlin bietet die für Israel startende Kenianerin Lonah Chemtai Salpeter. Im Final über 5000 m setzte sie 500 m vor Schluss zum Endspurt an, schloss zur Führenden Sifan Hassan auf und jubelte über Silber.

Sekunden später bemerkte die 10’000-m-Europameisterin den Irrtum und nahm das Rennen wieder auf. Allerdings kostete sie das Malheur die Medaille. Auf der eigentlichen Schlussrunde fehlte die Kraft, es wurde nur der 4. Rang.

Der 18-jährige Armand Duplantis ist nach seinen sensationellen 6,05 m erstmals Europameister im Stabhochspringen. Das Top-Talent aus Schweden glänzte in einem hochkarätigen Wettkampf. Der Russe Timur Morgunow, der unter neutraler Flagge gestartet war, überwand mit 6,00 m ebenfalls die magische Sechs-Meter-Marke. Dem Routinier Renaud Lavillenie aus Frankreich blieb mit starken 5,95 m nur Bronze.

Die Hammerwerferin Anita Wlodarczyk ist nun vierfache Europameisterin, dreifache Weltmeisterin und zweifache Olympiasiegerin. Die Weltrekordhalterin aus Polen gewann mit 78,94 m überlegen.

Zu Gold über 1500 m der Frauen lief die britische Favoritin Laura Muir. Im Dreisprung setzte sich der Portugiese Nelson Evora durch (17,10). Vor elf Jahren war er Weltmeister und vor zehn Jahren Olympiasieger geworden. Nun ist der 34-Jährige erstmals Europameister. Über 4×100-m-der Männer triumphierte Grossbritannien.

(SDA)


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