Sanierung dauert knapp zehn Jahre

Der Abschnitt zwischen Winkeln und Neudorf ist mit mehreren Tunnels und Kunstbauten sehr komplex.
Der Abschnitt zwischen Winkeln und Neudorf ist mit mehreren Tunnels und Kunstbauten sehr komplex. © Tagblatt/Ralph Ribi
Die St.Galler Stadtautobahn wird nach 30 Jahren aufwendig saniert. Die Arbeiten zwischen den A1-Anschlüssen Winkeln und Neudorf dauern voraussichtlich knapp zehn Jahre und kosten rund 500 Millionen Franken. Die Vorarbeiten starten in den nächsten Tagen.

Für die Verkehrsteilnehmer der Stadtautobahn wird es ab 2020 enger. Frühstens dann beginnen die Hauptarbeiten des Grossprojektes. In der ersten Etappe werden die Fahrbahn, die Kunstbauten (Brücken, Stützmauern, Lärmschutzwände und Galerien) und der Stephanshorn-Tunnel instand gesetzt. Hierbei wird die Breite der Fahrbahnen reduziert. Zudem wird der dreispurige Abschnitt zwischen Winkeln und Kreuzbleiche in Fahrtrichtung St.Margrethen zeitweise nur noch zweispurig befahrbar sein.

Bauarbeiten dauern knapp zehn Jahre

Wer heute den Streckenabschnitt als 30-Jähriger befährt, wird ihn komplett saniert erst als knapp 40-Jähriger wieder antreffen. Die Vorarbeiten beginnen in der Nacht vom 19. auf den 20. August 2018 und dauern bis Ende 2019. Von 2020 bis voraussichtlich 2027 finden dann die Hauptarbeiten statt.

«Bei einem so langen und komplexen Abschnitt sind sieben Jahre keine ausserordentlich lange Zeit», sagt Stefan Hauser, Kommunikationsverantwortlicher beim Bundesamt für Strassen (Astra), Infrastrukturfiliale Winterthur. «Im Gegensatz zur Sanierung zwischen Rheineck und St.Margrethen ist die Stadtautobahn enger und hat mehr Kunstbauten und Tunnels.»

Sollte keine grösseren Staus geben

Um mögliche Staus zu vermeiden setzt das Astra vermehrt auf Nachtarbeit, vor allem in den Tunnels. Die Tunnels Rosenberg, Schoren und St.Fiden werden in der zweiten Etappe der Hauptarbeiten, vermutlich ab 2022, instand gesetzt. «Da die Fahrstreifen trotzdem mehrheitlich zur Verfügung stehen, sollte der Verkehr weiterhin fliessen. Auch das Tempo wird natürlich angepasst», erklärt Hauser.

Seit ihrer Eröffnung im Jahr 1987 hat sich ein erheblicher Sanierungsbedarf bei der Stadtautobahn aufgestaut. Die 500 Millionen Franken für die Sanierung werden vollumfänglich durch den Bund getragen.

(sar)


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