SBB-Zugchef bei Abfahrt in Baden AG tödlich verletzt

Ein Chef Kundenbegleitung ist bei der Zugsabfertigung in Baden AG tödlich verletzt worden. (Symbolbild)
Ein Chef Kundenbegleitung ist bei der Zugsabfertigung in Baden AG tödlich verletzt worden. (Symbolbild) © KEYSTONE/GAETAN BALLY
Bei einem tragischen Arbeitsunfall ist in der Nacht auf Sonntag bei der Zugsabfertigung eines Interregios in Baden AG ein 54-jähriger Chef Kundenbegleitung tödlich verletzt worden. Der Zugchef wurde bei einer Türe eingeklemmt und mitgeschleift.

Die Leitung von SBB Personenverkehr habe unabhängig von den kommenden Untersuchungsergebnissen entschieden, die Abfertigungsprozesse sofort zu überprüfen, schreiben die SBB in ihrem Medienblog.

Auch würden die Wagentüren des entsprechenden Zugtyps einer vertieften Nachkontrolle unterzogen. Es handelt sich gemäss SBB-Medienstelle um den sogenannten einstöckigen Einheitswagen IV ohne Niederflureinstieg.

Zum tödlichen Arbeitsunfall um 00.10 Uhr kam es, als der Interregio Basel – Zürich aus dem Bahnhof Baden abfuhr, wie aus dem Vorbericht der unabhängigen Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) vom Donnerstag hervorgeht.

Gegenüber den Tamedia-Medien sagte Philippe Thürler, der stellvertretende Sust-Leiter für Bahnen und Schiffe am Donnerstag, dass das Einklemmschutzsystem versagt habe. Die Schliesskraft sei nicht deaktiviert worden, als die Türflügel auf den Zugbegleiter getroffen seien.

Dies sei bei der Kontrolle des Zuges am Sonntagmorgen festgestellt worden. Zudem verfüge die betroffene Komposition über kein System, das die Abfahrt verhindere, wenn eine Türe nicht geschlossen sei.

Die Untersuchungen der SUST und der entsprechenden Stellen der SBB dauern an. «Der Vorfall trifft uns sehr und verpflichtet uns weiter, bei der Sicherheit keine Kompromisse einzugehen», schreiben die SBB.

(SDA)


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