Schriftstellerin Rosamunde Pilcher ist tot

Rosamunde Pilcher in einer Aufnahme aus dem Jahr 2012.
Rosamunde Pilcher in einer Aufnahme aus dem Jahr 2012. © Adam Berry/Getty Images
Ihre Bücher und die darauf basierenden Filme kennen alle, insbesondere im deutschsprachigen Raum. Jetzt ist Rosamunde Pilcher im Alter von 94 Jahren gestorben.

Mit «The Shell Seekers» («Die Muschelsucher») eroberte im Jahr 1988 ein Roman die Welt. Es war bereits das 14. Buch der damals 63-jährigen britischen Autorin Rosamunde Pilcher. «The Shell Seekers» wurde in über 40 Sprachen übersetzt und weltweit mehr als 10 Millionen Mal verkauft.

Die Bücher Pilchers wurden zu Bestsellern. Die Themen waren die ganz grossen: Liebe, Familie, Verlust und die Schwierigkeiten des Lebens. Romantisch wurde es trotzdem kaum. «Die Ehe ist ein Job. Ein langer, schwieriger Job und beide Partner müssen hart arbeiten», schrieb Pilcher ihrem Verleger Siv Bublitz.

Die Pilcher-Welt zeichnete sich durch «starke Frauen, anständige Männer, unglaubliche Landschaften, grosse Hunde, loyale Hausangestellte und Häuser, die frisch gebohnert riechen» aus, schrieb einmal ein US-Kritiker. Sex gab es nur im Subtext.

Im deutschsprachigen Raum erlangte Pilcher Kult-Status. Mehr als 15 Millionen Mal wurden ihre Bücher verkauft. Das ZDF sicherte sich die Rechte an über 120 Pilcher-Geschichten. Die Verfilmungen – alle in Cornwall verfilmt – hatten ein Millionenpublikum.

Pilcher wurde 2002 der «Order Of The British Empire» (OBE) verliehen. Nach ihrem Roman «Winter Solstice» («Wintersonne», 2000) zog sie sich vom Schreiben zurück. Sie meinte, man solle dann aufhören, wenn man noch gut sei. Rosamunde Pilcher verstarb am 6. Februar 2019. Ihr Ehemann Graham war bereits vor zehn Jahren verstorben. Sie hinterlässt vier Kinder, 14 Grosskinder und 17 Urgrosskinder.

(red.)


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