Schüler stirbt an Maiensässfahrt

Der Jugendliche stürzte zweihundert Meter in die Tiefe.
Der Jugendliche stürzte zweihundert Meter in die Tiefe. © Kapo GR
Am Donnerstagnachmittag ist in Chur ein Schüler bei der Maiensässfahrt tödlich verunglückt. Der 14-Jährige stürzte von der Alpstrasse rund zweihundert Meter in die Tiefe.

Die Sekundarklassen der Stadt Chur waren kurz vor 17 Uhr vom Churer Hausberg Pizokel über Juchs nach Chur unterwegs. «Plötzlich kam der 14-Jährige auf der Alpstrasse in der Oberen Val Parghera vom Weg ab und stürzte rund zweihundert Meter über felsdurchsetztes, steiles Gelände ab», sagt Polizeisprecherin Anita Senti.

Staatsanwaltschaft untersucht den Unfall

Die Rega wurde aufgeboten. «Der Regaarzt konnte nur noch den Tod des Jugendlichen feststellen.» Der tödlich verunglückte Schüler wurde mit einer Seilwinde geborgen.

Angehörige, Klassenkameradinnen und -kameraden sowie Lehrpersonen werden psychologisch betreut. Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei Graubünden untersuchen, wie es zum Unglück gekommen ist.

Umzug fand trotz Unglück statt

Trotz des tragischen Unglücks wurde die Feier mit den 2800 Schülerinnen und Schüler durchgeführt. «Als das Unglück geschah, stand der Umzug kurz bevor, aus traditionellem Anlass hat man ihn durchgezogen», sagt Senti.

Der Stadtrat ist «tief betroffen und spricht den Angehörigen, Freunden und Bekannten sein tief empfundenes Beileid aus». Die weitergehenden Ausführungen des Stadtrats gibt es hier.

An der traditionellen Churer Maiensässfahrt haben rund 2800 Kinder der Stadtschule und der Kindergärten fast zwölf Stunden in der Natur verbracht. Der Tag endete mit einem kostümierten Umzug. Die Maiensässfahrt wird seit 165 Jahren durchgeführt.

(Kapo GR/red.)


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