Unfälle

1. August-Bilanz der Polizeien: Mehrere Schwerverletzte und Hunderte Anrufe

2. August 2020, 15:42 Uhr
Die vielfach gezündeten Feuerwerkskörper und Meldungen zu Rühestörungen haben die Blaulichtorganisationen am 1. August auf Trab gehalten.
© Keystone
Die Blaulichtorganisationen hatten am 1. August-Wochenende alle Hände voll zu tun. Nebst Anrufen wegen Ruhestörung, Sachbeschädigungen und Bränden gab es auch mehrere schwere Unfälle mit Feuerwerkskörpern.

(dpo/sat) Zwei 19-Jährige mussten nach einem Unfall im Alpthal schwer verletzt mit Rettungshelikoptern ins Spital geflogen werden. Aus bisher nicht geklärten Gründen explodierten die Böller kurz nach dem Zünden, wie die Kantonspolizei Schwyz am Sonntag mitteilte.

Ebenfalls ins Spital gebracht werden musste ein 22-Jähriger in Wiler bei Seedorf. Laut Kantonspolizei Bern verletzte er sich am Fuss schwer durch Feuerwerkskörper. Zudem begab sich an der Lenk ein Mann mit Verdacht auf Knalltrauma selbständig in ärztliche Kontrolle. Insgesamt gingen bei der Berner Polizei laut Mitteilung vom Sonntag 125 Meldungen ein, die vor allem Nacht- und Ruhestörungen betrafen. Brandmeldungen seien total 50 eingegangen, wobei in Neuenegg ein Auto mutmasslich wegen Feuerwerk ausbrannte. Zudem meldet die Kantonspolizei Bern ein Dutzend Sachbeschädigungen durch Feuerwerk, etwa «gesprengte» Briefkästen.

Aus Basel dagegen melden die Sicherheitsbehörden ein «1.-August-Wochenende ohne grosse Probleme». Dennoch hätten die Mitarbeitenden von Polizei, Sanität und Feuerwehren alle Hände voll zu tun gehabt. Vergleichsweise wenige Meldungen und Reklamationen zu Feuerwerk seien eingegangen. Dafür leistete die Sanität 193 Einsätze, wobei allein acht auf die Hitze von fast 40 Grad zurückzuführen seien. Aufgrund der Trockenheit kam es am Samstagabend am Bahndamm in Riehen zu einem Vegetationsbrand. Zusammen mit Einsatzkräften aus dem Nachbarkanton Baselland habe der Brand jedoch rasch gelöscht werden können.

Zahlreiche Hunde und zwei Pferde nach Hause gebracht

In St.Gallen ist die Kantonspolizei am Wochenende wegen Ruhestörungen 50 mal ausgerückt. Grund dafür waren meistens das Abbrennen von Feuerwerk oder Partys aller Art, heisst es am Sonntag in einem Communiqué. In 16 Fällen wurde die Feuerwehr wegen kleineren Bränden aufgeboten. Zudem mussten 14 aufgefundene Hunde und zwei Pferde wieder nach Hause gebracht werden.

Bei der Kantonspolizei Zürich gingen ebenfalls ein Dutzend Meldungen wegen zu- oder weggelaufenen Hunden ein, wie ein Sprecher auf Anfrage von CH Media bestätigt. Von 150 Anrufen im Kanton Zürich betrafen am Festtagswochenende die meisten Ruhestörungen und das Abfeuern von Feuerwerkskörpern. Die Brandmeldungen dagegen hätten sich schliesslich fast allesamt als Höhenfeuer erwiesen.

Quelle: CH Media
veröffentlicht: 2. August 2020 15:34
aktualisiert: 2. August 2020 15:42