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Bern

22 Anklagen nach wüstem Streit unter Motorradclubs

9. Juli 2021, 09:50 Uhr
Gut zwei Jahre nach einem wüsten Streit zwischen Mitgliedern von Motorradclubs hat die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland die Untersuchung des Vorfalls in Belp BE abgeschlossen. 22 Personen werden gemeinsam angeklagt.
34 Männer hielt die Berner Kantonspolizei im Mai 2019 an. 22 werden nun angeklagt. (Archivbild)
© KEYSTONE/PETER KLAUNZER

Wie die Staatsanwaltschaft und die Berner Kantonspolizei am Freitag mitteilten, wird sämtlichen Beschuldigten zur Last gelegt, sich an einem Raufhandel beteiligt zu haben. Deshalb erfolgt aufgrund des Grundsatzes der Verfahrenseinheit eine gemeinsame Anklage.

Zwei der zweiundzwanzig Beschuldigten wird ausserdem versuchte Tötung, eventuell schwere Körperverletzung vorgeworfen. Einer davon, ein heute 37-jähriger Mann, befindet sich seit Oktober 2020 im vorzeitigen Strafvollzug. Ihm werfen Polizei und Staatsanwaltschaft vor, im Zug der Auseinandersetzung eine Schusswaffe eingesetzt zu haben. Damit soll er einen Mann schwer verletzt haben.

Die Polizei ging im Mai 2019 davon aus, dass Mitglieder von mindestens drei Motorrad-Gangs an dem Streit beteiligt waren. Der Streit führte zu mehreren Verletzten. Die Polizei hielt damals 34 Personen an. Gegen zehn Personen wurde das Verfahren eingestellt, weil sich der Verdacht der Teilnahme am Raufhandel nicht ausreichend erhärten liess.

Die angeklagten Personen werden vor dem Regionalgericht Bern-Mittelland erscheinen müssen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 9. Juli 2021 09:45
aktualisiert: 9. Juli 2021 09:50