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Coronavirus

613 bestätigte Fälle – Grenzübergänge teilweise geschlossen

11. März 2020, 13:43 Uhr
Die Zahl der Coronavirus-Erkrankungen in der Schweiz steigt weiter rasant an: Am Mittwochmittag gab es bereits 613 bestätigte Fälle, das sind 137 mehr als noch vor 24 Stunden, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilte.

Bei 32 weiteren Fällen liegt ein erstes positives Resultat vor. Werden diese bestätigt, sind es insgesamt 645 Coronavirus-Fälle in der Schweiz. Weitere Todesopfer sind nicht zu beklagen. Insgesamt starben in der Schweiz bisher drei Personen an der Covid-19-Erkrankung.

Nach Angaben des BAG wurden bis jetzt Fälle aus 23 Kantonen der Schweiz und aus dem Fürstentum Liechtenstein gemeldet. Mit Abstand am meisten Fälle gibt es zur Zeit im Kanton Tessin mit 128 bestätigten Coronavirus-Erkrankungen. Es folgen die Kantone Waadt (107), Genf (78) Zürich (58) und Bern (39). In den Kantonen Appenzell-Innerrhoden, Obwalden und Uri gibt es noch keine bestätigten Fälle.

Drei Kantone ohne Ansteckungen

Wie Patrick Mathys, Leiter Krisenbewältigung beim BAG, vor den Medien in Bern weiter ausführte, wurden in der Schweiz bisher weit über 8000 Personen auf eine Infektion mit dem Coronavirus abgeklärt.

In Europa seien mittlerweile 44 Länder vom Coronavirus betroffen. Gemeldet seien insgesamt über 18'000 bestätigte Fälle, über 700 Menschen seien bereits an der Infektion gestorben.

Ausserhalb von China ist Italien das mit Abstand am meisten betroffene Land. Bis am Mittwochmorgen waren über 10'000 Fälle bestätigt, 631 Menschen sind an der Krankheit gestorben.

Deutschland meldete bisher rund 1500 positive Fälle und 2 Todesopfer. In Frankreich ist die Zahl der Coronavirus-Fälle auf knapp 1800 gestiegen, 33 Menschen sind an der Krankheit gestorben. Österreich kommunizierte bisher 182 bestätigte Fälle. Gestorben ist noch niemand.

Kleine Grenzübergänge geschlossen

Neun Grenzübergänge zu Italien werden geschlossen. Dies hat die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Mittwoch mitgeteilt. Offen bleiben einzig die grösseren Grenzübergänge. Dies, weil die EZV seit Montag ein Monitoringsystem eingerichtet hat. Damit soll die Wirksamkeit der von Italien angeordneten Massnahmen beobachtet werden. Es handle sich dabei auch nicht um eine Grenzschliessung, sondern um eine Kontrollmassnahme.

Die EZV arbeite dabei mit intensivierten Stichproben und risikobasierten Kontrollen. Eine solche Massnahme sei zum Beispiel das Kontrollieren der Grenzgänger-Ausweise. Wenn ein Besucher aus Italien ohne berufliche Gründe einreise, dann werde ihm «empfohlen» zurück nach Italien zu gehen. Bisher habe der Bundesrat nicht angeordnet, dass man diese Personen zurückschickt, sagte Christian Bock, Direktor EZV, an der Pressekonferenz. Rein rechtlich wäre dies aber möglich.

Hier gibt es die Medienkonferenz zum Nachschauen:

Quelle: sda/CH Media
veröffentlicht: 11. März 2020 11:23
aktualisiert: 11. März 2020 13:43