Schweiz

Aktivisten zogen durch Berner Innenstadt

25. September 2020, 19:47 Uhr
Klimaaktivisten versammelten sich am Freitag auf dem Helvetiaplatz in Bern und zogen anschliessend durch die Innenstadt.
© CH Media
Nachdem Klimaaktivisten den Bundesplatz besetzt hatten, riefen sie zu einer weiteren Demonstration auf. Am Freitagnachmittag versammelten sich die Aktivisten zu einer Kundgebung auf dem Helvetiaplatz in Bern.

(dpo) 48 Stunden lang haben Klimaaktivisten diese Woche den Bundesplatz besetzt und schweizweit für Aufsehen gesorgt. Bereits im Anschluss an die Räumung in der Nacht auf Mittwoch kündigte das Kollektiv Rise Up for Change eine weitere Demonstration zum Ende ihrer Aktionswoche an.

Mehr als 2000 Personen haben sich laut einer Medienmitteilung von Rise Up for Change im Laufe vom Freitagnachmittag auf dem Helvetiaplatz in Bern versammelt. Dabei hielten sie Reden in denen sie unter anderem den schrittweisen Verbot von Benzinautos forderten und eine Reduktion der CO2-Emissionen verlangten. Eine Rednerin solidarisierte sich aber auch mit den Biobauern vom Berner Markt, der am Dienstag wegen der Besetzung zum Teil blockiert war. Gemäss den Aktivisten wird Geld gesammelt, um ihre Umsatzeinbussen zu kompensieren.

Im Anschluss bildete sich ein Demonstrationszug, der durch die Berner Innenstadt in Richtung Waisenhausplatz zog. Wie die Berner Kantonspolizei auf dem Kurznachrichtendienst Twitter schreibt, verhielt sich der Grossteil der Aktivisten friedlich. Allerdings hätten einige Personen versucht, Richtung Bundesplatz weiterzuziehen. Die Polizei habe deshalb die Zugänge zum Platz abgesperrt.

Gegen 18 Uhr war die Demonstration in Bern zu Ende. Auf dem Waisenhausplatz hielten sich zu diesem Zeitpunkt immer noch Teilnehmer der Demonstration auf, wo eine alternative «Arena» stattfinden soll. Weil die Klimajugend nicht mit SVP-Nationalrat Roger Köppel in der SRF-«Arena» vom Freitagabned diskutieren wollte, hätten sie eine Alternative auf dem Waisenhausplatz geschaffen. Unter den Diskussionsteilnehmenden ist unter anderem auch der ETH-Professor Andreas Fischlin.

Quelle: CH Media
veröffentlicht: 25. September 2020 19:21
aktualisiert: 25. September 2020 19:47