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Atomenergie

AKW Gösgen geht nach Reaktorschnellabschaltung wieder ans Netz

12. November 2021, 19:22 Uhr
Das Atomkraftwerk (AKW) Gösgen im Kanton Solothurn hat am Freitagnachmittag seinen Betrieb wiederaufgenommen. Es war in der Nacht auf Freitag automatisch abgeschaltet worden. Grund war ein fälschlich ausgelöster Grenzwert bei einem Austausch an der Reaktorleittechnik.
Im AKW Gösgen SO kam es in der Nacht auf Freitag zu einer automatischen Reaktorabschaltung. (Archivbild)
© KEYSTONE/GAETAN BALLY

Die fehlerhafte Komponente sei lokalisiert und ausgetauscht worden, hiess es in einer Mitteilung der Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG vom Freitagabend. Die Stromproduktion sei um 04.35 Uhr unterbrochen worde. Das Ereignis habe keine Auswirkungen auf die Umwelt gehabt, und die Atomaufsichtsbehörde, das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi), sei informiert worden.

Gemäss Ensi kam es in Folge einer Instandsetzungsmassnahme zur automatischen Reaktorschnellabschaltung. Das Messnetz des Ensi zur automatischen Dosisleistungsüberwachung in der Umgebung der Kernkraftwerke (Maduk) habe keinen Anstieg der Radioaktivität gezeigt, teilte das Ensi auf seiner Website mit.

Das meldepflichtige Vorkommnis werde wie in solchen Fällen üblich analysiert. Das AKW Gösgen war 1979 in Betrieb gegangen.

Weiterhin vom Netz ist derzeit das AKW Leibstadt AG. Die Ende Mai gestartete Jahresrevision dauert einen Monat länger als zunächst geplant. Die Kernkraftwerk Leibstadt AG (KKL) rechnet mit der Wiederaufnahme der Stromproduktion auf Anfang Dezember.

Quelle: sda
veröffentlicht: 12. November 2021 18:55
aktualisiert: 12. November 2021 19:22