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Alain Berset: «In einer Krise gibt es per Definition keine Planungssicherheit»

1. Januar 2021, 13:42 Uhr
«Befinden uns in der schwierigsten Phase»: Bundesrat Alain Berset geht davon aus, dass erst die Impfung Normalität bringen wird. (Archivbild)
© Keystone
Auch wenn es für die Betroffenen hart sei, könne der Bundesrat in der nächsten Zeit keine Planungssicherheit garantieren. Unsicherheit sei ein Merkmal jeder Krise, so Bundesrat Alain Berset.

Auch wenn es hart klinge und für die Betroffenen schwierig sei, könne der Bundesrat in der gegenwärtigen Lage keine Planungssicherheit versprechen «In einer Krise gibt es per Definition keine Planungssicherheit», sagte Bundesrat Alain Berset in einem am Neujahrstag veröffentlichten Interview mit der Newssite «nau.ch». Unsicherheit und Ungewissheit seien Kennzeichen jeder Krise. «Wenn wir Gewissheit hätten, wäre es kein Krise», so Berset lapidar. «Es gibt jeden Tag eine Überraschung.»

Durch die Krise komme man nur mit sehr viel Flexibilität und Bescheidenheit. In einer Krise würden immer Fehler gemacht. Dies müsse man aushalten können. Immerhin gebe es dank der Impfung Hoffnung. «Der schwierigste Moment ist jetzt, der Winter 20/21», sagte Berset. Er hoffe, dass es ab dem Frühling wieder besser laufe. Dafür brauche es aber die Impfbereitschaft der Bevölkerung: Die Krise ende nicht, wenn die Impfung da sei, sondern wenn die Leute geimpft seien.

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Quelle: CH Media
veröffentlicht: 1. Januar 2021 09:11
aktualisiert: 1. Januar 2021 13:42