Umfrage zeigt

Albert Rösti gilt als Favorit für Ueli Maurers Nachfolge

16. Oktober 2022, 08:30 Uhr
Schweizerinnen und Schweizer haben eine klare Meinung, wer die Nachfolge von Noch-Bundesrat Ueli Maurer antreten soll. Der Berner SVP-Nationalrat Albert Rösti begeistert in einer Umfrage über 40 Prozent der Befragten.
Eine Umfrage vom «SonntagsBlick» zeigt, dass Rösti ein beliebter Bundesratskandidat ist.
© KEYSTONE/PHILIPP SCHMIDLI
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Per Ende Jahr tritt Ueli Maurer aus dem Bundesrat zurück. Für die Nachfolge des 71-Jährigen stehen einige Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl. Eine Umfrage vom «SonntagsBlick» und dem Forschungsinstitut Sotomo zeigen, dass es bei der Schweizer Bevölkerung einen klaren Favoriten gibt. Über 40 Prozent der Befragten sprechen sich für Albert Rösti aus, sein grösster Konkurrent liegt abgeschlagen auf Rang zwei.

Überparteiliche Zustimmung für Rösti

Mehr als 15'000 Personen haben sich an der Umfrage beteiligt. Aus einem Feld von neun Kandidatinnen und Kandidaten liegt Rösti klar vorne. Die Parteibasis ist Fan und die Hälfte der SVP-Wählenden stehen hinter ihrem jetzigen Nationalrat aus Bern.

Der Berner Nationalrat und frühere SVP-Präsident Albert Rösti will Bundesrat werden. (Archivbild)
© KEYSTONE/PETER KLAUNZER

Aber Rösti kommt auch bei Angehörigen anderer Parteien gut an. Laut Umfrage gibt es Sympathisanten aus der FDP, der Mitte und der GLP. Sogar ein Drittel der SP-Wählenden sähe ihn gerne im Bundesrat.

SVP entwickle sich weiter

Michael Hermann, Politgeograf und Geschäftsführer von Sotomo, schätzt das Ergebnis der Umfrage als bemerkenswert ein. «Normalerweise schliesst sich das aus: Je beliebter ein SVP-Kandidat in den anderen Parteien ist, desto unbeliebter ist er bei der eigenen Basis», sagt er gegenüber «SonntagsBlick».

In früheren Wahlen kämpfte die Partei stets mit Nebenschauplätzen. «Zuerst ging es darum, ob die SVP Anrecht auf einen zweiten Sitz im Bundesrat hat», so Hermann. «Später stand die Bundesversammlung vor der Frage, ob sie einen linientreuen oder einen konsensfähigen Kandidaten wählen soll.»

Das Parlament entschied sich dann jeweils nicht für Hardliner-Kandidaten – zum Unmut der SVP. «Wenn die SVP Rösti tatsächlich aufstellt, könnte dies den Abschluss jener Phase bedeuten», meint Hermann. «Die Partei hätte ihren Platz in der Konkordanz gefunden.»

(fho)

Quelle: BärnToday
veröffentlicht: 16. Oktober 2022 08:31
aktualisiert: 16. Oktober 2022 08:31