Arbeitsmarkt

Arbeitslosenquote verharrt bei 2,1 Prozent

9. September 2019, 07:55 Uhr
Beratung beim Arbeitsamt: Ende August waren knapp 100'000 Menschen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) als arbeitslos eingeschrieben. (Archivbild)
Beratung beim Arbeitsamt: Ende August waren knapp 100'000 Menschen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) als arbeitslos eingeschrieben. (Archivbild)
© KEYSTONE/GAETAN BALLY
Im August haben sich in der Schweiz etwas mehr Personen arbeitslos gemeldet als im Juli. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind es allerdings deutlich weniger. Die Arbeitslosenquote verharrt bei historisch weiterhin sehr tiefen 2,1 Prozent.

Insgesamt waren Ende August 99'552 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) als arbeitslos eingeschrieben, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Montag mitteilte. Das sind 2,0 Prozent mehr als im Juli und zugleich 7,7 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Üblicherweise wird bei der Arbeitslosigkeit aufgrund saisonaler Effekte im Juni der Tiefpunkt erreicht. Ab Juli und August nimmt sie dann wieder zu, weil sich im Spätsommer viele Schul- und Lehrabgänger auf die Arbeitssuche machen. So legte die Jugendarbeitslosigkeit um 21 Prozent zu. Bereinigt um saisonale Effekte blieb die allgemeine Arbeitslosenquote im August bei 2,3 Prozent.

Die Zahlen sind keine Überraschung: Die von der Nachrichtenagentur AWP befragten Ökonomen hatten im Vorfeld mit einer stabilen saisonbereinigten Quote von 2,3 Prozent gerechnet. Bei der unbereinigten Quote hatten sie einen Wert von 2,1 bis 2,2 Prozent erwartet.

Geringfügig mehr offene Stellen

Auch im August wurden zudem den Arbeitsämtern wie schon in den letzten Monaten mehr offene Stellen gemeldet: Die Zahl stieg um 0,6 Prozent auf 38'478. Vor einem Jahr waren es noch 5,7 Prozent weniger Stellen. Unternehmen müssen seit Juli 2018 freie Stellen für Berufsarten mit einer Arbeitslosenquote von mindestens 8 Prozent vorab den RAV melden.

Rund zwei Drittel der jetzt im August gemeldeten Jobs fielen unter die Meldepflicht. Das Parlament hatte diese als EU-kompatible Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative der SVP eingeführt. Damit soll das Potenzial inländischer Arbeitskräfte besser genutzt werden.

Ein kleiner Anstieg war auch bei der Kurzarbeit zu beobachten. Im Juni - neuere Zahlen liegen noch nicht vor - machten mit 84 Betrieben 2 mehr als im Vormonat Gebrauch von dieser Möglichkeit. Dadurch waren 9,7 Prozent mehr Personen von Kurzarbeit betroffen. In absoluten Zahlen stieg die Zahl um 133 auf 1'507 Personen. Vor einem Jahr waren 858 Personen in 83 Betrieben von Kurzarbeit betroffen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 9. September 2019 07:55
aktualisiert: 9. September 2019 07:55