Botox, Hyaluron und Eigenfett

Auch Schweizer Männer setzen auf Ronaldos Penis-Trick

21. Juli 2022, 13:38 Uhr
Spanische Medien berichten, dass sich Fussballgott Cristiano Ronaldo Botox spritzen lasse – in den Penis. Damit wäre der Portugiese jedoch nicht alleine, wie Schweizer Schönheitschirurgen wissen.

Brustvergrösserung, Schamlippenstraffung, Lippenunterspritzung: Schönheitsoperationen bei Frauen sind kein Tabu mehr. Auch Männer unterziehen sich zunehmend solchen Eingriffen, um ihrem Ideal zu entsprechen – mitunter an ihrem besten Stück.

25 Prozent mehr Eingriffe pro Jahr

Wie mehrere spanische Medien berichten, soll sich der Fussballer Cristiano Ronaldo einer Penisvergrösserung unterzogen haben, wie «20 Minuten» schreibt. Botox nicht nur im Gesicht, sondern auch unter der Gürtellinie. Damit ist der 37-jährige Kicker nicht alleine.

In den letzten sechs Jahren sei nämlich die Anfrage in der Schweiz um rund 25 Prozent pro Jahr gestiegen, wie Dr. Deniel Kish, Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie in Zürich, gegenüber «20 Minuten» verrät.

Auch der Manager der «The Gentlemen’s Clinic» in Zürich, Giuliano Lenz, bestätigt im Monat ungefähr 50 Männer, die eine Behandlung im Genitalbereich in Betracht ziehen. Die Patienten kämen unter anderem aus Deutschland, Italien, den USA oder gar Haiti.

Verschieden Varianten sind möglich

Wie bei Frauen treibt die Unsicherheit Männer zu solchen Genitaleingriffen, sind sich beide Ärzte sicher. Auslöser sind aber nicht die Frauen, sondern Situationen mit anderen Männern in Saunas oder Duschen – typische Vergleichssituationen. Dabei hätten die meisten Männer einen durchschnittliche Grösse, wie Dr. Kish gegenüber «20 Minuten» sagt. Nur zehn Prozent von allen Patienten hätten einen Mikropenis.

Um das Glied zu verlängern oder zu verdicken, gibt es laut Kish drei Varianten. Eigenfett-Injektion unter die Penishaut für ein langfristigeres Ergebnis, eine Hyaluronbehandlung, die vor allem bei Penisverdickung angewendet werde. Diese müsse alle 16 bis 18 Monaten erneuert werden – oder als dritte Variante das Spritzen von Botox. Letzteres dient vor allem bei frühzeitigem Samenerguss, aber müsse alle sechs Monate aufgefrischt werden.

Feuchtgebiete in den ersten Wochen meiden

Dr. Eyer, Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie der Schönheitsklinik «Clinique Delc» in Biel, sieht bei der Eigenfett-Injektion und der Hyaluronbehandlung keine Gefahren. Gefährlich werde es nur, wenn kein Facharzt aufgesucht werde, der sich auf die Intimchirurgie spezialisiert habe.

Bei Falschspritzungen könne es zu Verformungen, Dellen und Entzündungen kommen. Die Nachbehandlung sei dabei auch wichtig. Schwimmen und einer anstrengenden Arbeit nachgehen, sollte vermieden werden. Zudem werde zu zwei bis vier Wochen Sexentzug geraten.

(joe)

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 21. Juli 2022 12:50
aktualisiert: 21. Juli 2022 13:38
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