Filiale in Abtwil betroffen

Aus Interio wird Mömax: XXXLutz kauft auch Interio

29. November 2019, 10:28 Uhr
Aus dem Interio in Abtwil wird eine Mömax-Filiale.
© PD
Nachdem der österreichische Möbelkonzern XXXLutz bereits Möbel Pfister übernommen hat, kauft er der Migros nun auch noch sechs der elf Interio-Läden ab. XXXLutz wird die Interio-Läden in Filialen seiner Dicountmarke Mömax umwandeln.

Unter den sechs Interio-Filialen, welche in Mömax-Filialen umgewandelt werden, ist auch die Interio-Filiale in St.Gallen-Abtwil. Der «Markteintritt in die Schweiz», wie es XXXLutz in einer Medienmitteilung nennt, erfolgt im Laufe des Jahres 2020.

Marke Interio verschwindet aus dem Schweizer Markt

Demnach wird XXXLutz auch rund 200 der insgesamt 300 Interio-Mitarbeitenden der Migros übernehmen und weiterbeschäftigen. Doch auch die weiteren 100 Angestellten, die derzeit ebenfalls für Interio tätig sind, verlieren ihren Job nicht: Sie würden alle innerhalb und ausserhalb der Migros-Gruppe weiterbeschäftigt, schreibt die Migros.

Mit dem Verkauf der Interio-Filialen verschwindet die Marke Interio vom Schweizer Markt. Die Migros will sich nach eigenen Angaben im hart umkämpften Möbelmarkt auf die Entwicklung von Micasa konzentrieren. Mit nur elf Filialen habe Interio die kritische Grösse nicht erreicht und seit Jahren unter den sinkenden Umsatzzahlen gelitten.

«Wir versprechen uns grosse Erfolge»

Indem die Migros sechs Interio-Standorte an XXXLutz abtritt, dürfte die Lage auf dem Schweizer Möbelmarkt allerdings auch nicht einfacher werden. Der österreichische Möbelkonzern wird in Zukunft mit Möbel Pfister das höhere Preissegment bedienen und nun mit Mömax ein in anderen Ländern bereits bewährtes Discountformat auch in der Schweiz lancieren.

«Unser Mömax Konzept ist in allen Ländern äußerst beliebt und erfolgreich. [...] Vor allem in der Schweiz versprechen wir uns große Erfolge, da wir ja gutes Design besonders preisgünstig anbieten», wird der Unternehmenssprecher von XXXLutzt, Thomas Saliger, in der Mitteilung zitiert.

(red./sda)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 29. November 2019 09:40
aktualisiert: 29. November 2019 10:28