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Verspätungen

Bald längere Zugfahrten? SBB überlegen sich Pufferzeiten einzuplanen

12. November 2021, 15:41 Uhr
Immer wieder verspäten sich die Züge auf dem SBB-Schienennetz – besonders im Fernverkehr. Die SBB erwägen deshalb einige Puffer einzubauen. Dies würde allerdings die Fahrzeiten verlängern.
Mehr Züge und Passagiere: SBB prüfen längere Fahrzeiten im Fernverkehr.
© KEYSTONE/GAETAN BALLY

Die Pünktlichkeit ist eine Schweizer Tugend, welche sich eigentlich auch die SBB auf die Fahne geschrieben haben. Die Betonung liegt auf eigentlich. Denn Störungen und Verspätungen machen den SBB zu schaffen. Laut der NZZ suchen die Verantwortlichen mit Hochdruck nach Lösungen. Ein Ansatz: Auf gewissen Strecken Puffer einzubauen.

«Die Frage ist, ob wir auf gewissen Linien die Fahrzeiten erhöhen müssen», sagt David Fattebert, der bei den Bundesbahnen seit 2019 das Programm Pünktlichkeit leitet, gegenüber der Zeitung.

Neben dem, dass die Passagiere längere Fahrzeiten in Kauf nehmen müssten, gibt es einen weiteren Haken: Die Fahrzeiten können nicht beliebig erhöht werden. Denn der Kern des Konzeptes der Bahn 2000 sei gewesen, dass die Reisezeit auf diversen Strecken auf knapp unter eine Stunde sinkt.

Fakt ist gemäss Fattebert, dass die Fahr- und Haltezeiten nicht mehr mit der Realität übereinstimmen würden. Erstes gibt es längere Haltezeiten, unter anderem weil mehr und schwerere Züge auf dem Schweizer Fernschienennetz verkehren und auch weil die Zahl der Passagiere zugenommen hat. Dies im Vergleich zu vor 2004. Dazumal wurde das Konzept Bahn 2000 eingeführt.

Im Gegensatz zum Fernverkehr läuft es im Regionalverkehr einigermassen rund. Im Bereich der Pünktlichkeit liegen die Züge über dem Zielwert. Ein Grund dafür: Die S-Bahnen müssen keine Anschlüsse abwarten, ausser bei den letzten Zügen des Tages.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 12. November 2021 11:11
aktualisiert: 12. November 2021 15:41