Urkundenfälschung

Bedingte Haftstrafe für Bündner Investor Remo Stoffel

28. Juli 2020, 15:18 Uhr
Remo Stoffel wurde der Öffentlichkeit als Besitzer der Valser Therme bekannt.
© Mario Heller / WIR
Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat gegen Remo Stoffel einen Strafbefehl erlassen. Wegen Urkundendelikten im Zusammenhang mit dem Kauf einer Firma im Jahr 2005 bestraft sie Stoffel mit einer bedingten Freiheitsstrafe.

(wap) Die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich hat am Dienstag den Abschluss einer Strafuntersuchung gegen den Bündner Investor und Immobilienbesitzer Remo Stoffel bekanntgegeben. Ihm wurde vorgeworfen, Urkunden gefälscht und Steuerbetrug begangen zu haben. Dies im Zusammenhang mit dem Kauf der Firma Avireal AG im Jahr 2005.

Die Staatsanwaltschaft kam zum Schluss, dass eine Zwischenbilanz der Avireal AG sowie eine Bankbestätigung nicht korrekt waren. Ausserdem seien Urkunden unterdrückt worden, schreibt sie in einer Mitteilung. Die Staatsanwaltschaft bestraft Stoffel wegen der Delikte mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 180 Tagen.

Mit Steuerbehörden geeinigt

Ein anderer Vorwurf gegen Stoffel lautete auf Steuerbetrug. Wie die Staatsanwaltschaft schreibt, haben sich Stoffel und die Steuerbehörden in diesem Punkt mittlerweile geeinigt. Dies habe zu «substanziellen Steuerzahlungen» zugunsten des Kanons geführt. Eine Kaution von 20 Millionen Franken ging direkt von den Straf- an die Steuerbehörden.

Über eine Kommunikationsagentur liess Stoffel am Dienstag verlauten, die Erledigung des Strafverfahrens setze einen Schlussstrich unter die «komplexe Transaktion» von 2005. Der Wille, das Verfahren abzuschliessen, habe für Stoffel aus Rücksicht auf Geschäftspartner, Mitarbeiter und Familie im Vordergrund gestanden. Gemäss Mitteilung wurde er zudem mit 10'000 Franken gebüsst.

Quelle: CH Media
veröffentlicht: 28. Juli 2020 15:07
aktualisiert: 28. Juli 2020 15:18