Schweiz

Bewältigung der Pandemie kostet den Bund 1,4 Milliarden Franken zusätzlich

25. September 2020, 12:05 Uhr
Die Coronakrise kostet den Bund – laut dem aktualisierten Voranschlag 2021 – inzwischen rund drei Milliarden Franken. (Symbolbild)
© Keystone
Nachdem Bundesrat und Parlament in den letzten Wochen verschiedene Massnahmen zur Bewältigung der Pandemie verabschiedet haben, steigen die Ausgaben im Voranschlag 2021 um 1,4 Milliarden Franken.

(wap) Das vom Bundesrat am 19. August 2020 verabschiedete Budget muss angepasst werden. Die in den letzten Wochen von Bundesrat und Parlament beschlossenen zusätzlichen Massnahmen zur Bewältigung der Coronapandemie schlagen mit zusätzlichen Ausgaben von 1,4 Millionen Franken zu Buche. Damit steigen die für 2021 veranschlagten Ausgaben auf insgesamt 78,3 Milliarden Franken. Gegenüber dem Budget für das laufende Jahr entspricht dies einem Ausgabenwachstum um 3,9 Prozent. Die zusätzlichen Ausgaben seien fast ausschliesslich auf die Pandemie zurückzuführen, schreibt der Bundesrat am Freitag in einer Mitteilung. Das geschätzte Defizit im ordentlichen Haushalt betrage damit neu 2,5 Milliarden Franken.

Am meisten profitiert von den zusätzlich ausgeschütteten Geldern der Verkehr. Für den regionalen Personenverkehr und den Schienengüterverkehr werden zusätzlich 514 Millionen Franken budgetiert, für die Rekapitalisierung des Flugsicherheitsdienstes Skyguide 250 Millionen. Die Erwerbsausfallentschädigungen schlagen mit zusätzlich 490 Millionen zu Buche, die Finanzhilfen im Kulturbereich mit 130 Millionen. Zusätzlich werden Millionenbeträge im ein- bis zweistelligen Bereich für die Beschaffung von Arzneimitteln, für die Exportförderung und für Massnahmen im Bereich der Geschäftsmieten ausgegeben.

Damit verdoppeln sich die budgetierten Ausgaben zur Bekämpfung der Folgen der Pandemie auf inzwischen knapp drei Milliarden Franken. Eine Milliarde ist dabei für die Deckung von Ausfällen bei den Covid-Bürgschaften vorgesehen, 289 Millionen für Coronatests, 275 Millionen für den Sport und 17,5 Millionen für die Medien.

Quelle: CH Media
veröffentlicht: 25. September 2020 12:05
aktualisiert: 25. September 2020 12:05