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Wetter

Bis zu einem Meter Neuschnee in der Ostschweiz

11. Januar 2021, 15:39 Uhr
Starker Schneefall Anfang Dezember 2020 in St.Moritz. (Archivbild)
© KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT
In der Schweiz werden ab Dienstag erhebliche Mengen an Neuschnee erwartet. Der Meteodienst des Bundes hat deshalb in vielen Regionen die Gefahrenstufe drei ausgerufen, so auch im Sarganserland, in der Region Werdenberg und im Liechtenstein.

Frau Holle sorgt in den kommenden Tagen für grosse Schneemengen. Am Dienstag schneit es bis ins Flachland. Oberhalb von 1000 Meter werden bis Donnerstagnacht über einen Meter Schnee erwartet. Begleitet werden die Schneefälle demnach von starkem bis stürmischem Wind.

Bereits am Dienstagnachmittag steigt die Schneefallgrenze in der Ostschweiz auf 500 bis 700 Meter. In den höheren Lagen schneit es weiter, in den tiefen Lagen gibt es Regen. Der Wind erreicht zudem Böenspitzen von 50 bis 55 Kilometer pro Stunde. Der Schneefall dauert bis am Mittwoch an, tagsüber lassen die Niederschläge nach.

Temperaturen steigen auf über null Grad

In der Nacht auf Donnerstag steigt die Schneefallgrenze weiter auf 700 bis 1000 Meter, in den Bergen kommen nochmals 30 Zentimeter Neuschnee dazu. Am Donnerstag ist es stark bewölkt mit nur wenigen Niederschlägen. Die Temperaturen steigen gewisserorts in der Ostschweiz im Verlauf der Woche bis auf drei Grad.

Polarluft fliesst zu den Alpen

Grund für den Schnee ist laut Meteoschweiz eine starke nordwestliche Höhenströmung. Mit ihr fliesst wiederholt feuchte und zeitweise etwas weniger kalte Polarluft zum Alpennordhang und staut sich dort.

Erhebliche Lawinengefahr

Mit dem Neuschnee und den starken Winden steigt auch die Lawinengefahr an. Am Montag herrschte verbreitet noch mässige Gefahr, wie das Institut für Schnee- und Lawinenforschung (WSL) mitteilte. Auf Mittwoch steige die Lawinengefahr aber in allen Gebieten der Schweiz markant an. Neu- und Triebschnee würden verbreitet auf eine sehr ungünstige Oberfläche abgelagert. Meteoschweiz hat deshalb für mehrere Regionen eine Warnung der Stufe 3 von 5 herausgegeben, was erhebliche Gefahr bedeutet.

(red.)

Quelle: sda
veröffentlicht: 11. Januar 2021 12:53
aktualisiert: 11. Januar 2021 15:39