Wissen

Bund forscht an Wildbienen, um sie besser schützen zu können

26. Mai 2020, 15:08 Uhr
Die über 600 Wildbienenarten der Schweiz tragen viel zum Ertrag der Schweizer Landwirtschaft bei.
© AZ
Wildbienen leisten einen grossen Beitrag für die hiesige Landwirtschaft. Doch das Insektensterben setzt sie unter Druck. Die landwirtschaftliche Forschungsanstalt Agroscope beteiligt sich an einem Forschungsprojekt.

(dpo) Dazu führt Agroscope am Standort Zürich-Reckenholz Versuche mit Rostroten Mauerbienen in Käfigen durch. Diese eignen sich gut als Modell- Organismus, da sie einfach zu züchten und bei der Obstbestäubung sehr wichtig seien, schreibt Agroscope in einer Mitteilung am Dienstag. Im Zentrum des Projekts, an dem sich 42 Partner aus ganz Europa beteiligen, stehen Stressfaktoren, wie etwa der Einfluss von Pflanzenschutzmittel und von Krankheiten.

Angeschaut werden unter anderem mögliche Effekte auf die Sterblichkeit von Bienen, auf ihren Fortpflanzungserfolg und auf ihre Orientierungsfähigkeit. Letztere sei ein wichtiger Faktor für die Bestäubung.

Die Forschenden wollen herausfinden, welche praxistauglichen Massnahmen die Bienen gesund erhalten. Zudem sollen Tools entwickelt werden damit im Labor rasch der Stresslevel und die Belastung durch Stressfaktoren erkannt werden könne. Erste Erkenntnisse werden im Juli vorgestellt.

Quelle: CH Media
veröffentlicht: 26. Mai 2020 15:08
aktualisiert: 26. Mai 2020 15:08