Schweiz

Bund veröffentlicht Liste der Risikoländer: Die USA, Serbien, Schweden sind mit dabei

3. Juli 2020, 07:55 Uhr
Wer nicht von zuhause aus arbeiten kann, wird Ferientage opfern oder einen Lohnausfall in Kauf nehmen müssen.
© Keystone
In 29 Ländern stuft der Bund das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus als erhöht ein. Ab nächster Woche müssen sich Reisende aus diesen Ländern nach ihrer Rückkehr in die Schweiz in eine zehntägige Quarantäne begeben.

(gb.) Am Donnerstagabend hat der Bundesrat eine Liste von 29 Ländern veröffentlicht, aus denen Reisende bei ihrer Rückkehr in die Schweiz eine zehntägige Quarantäne absitzen müssen. Die Pflicht gilt ab Montag, 6. Juli. Sie betrifft Personen, die sich innerhalb der letzten 14 Tage zu einem beliebigen Zeitpunkt in einem der Risikoländer aufgehalten haben. Wie es in einer entsprechenden Verordnung des Bundesrats heisst, soll die Massnahme verhindern, dass sich das Coronavirus über die Grenzen ausbreitet.

Wer sich nicht an die verordnete Quarantäne-Regel hält, kann mit einer Busse von bis zu 10'000 Franken belangt werden, wie es in einem Beiblatt zur Verordnung heisst. Zuständig für die Strafverfolgung sind die Kantone. Die Quarantäne-Pflicht gilt auch für Kinder.

Kein Anspruch auf Entschädigung, keine Spaziergänge

Wie dem Beiblatt weiter zu entnehmen ist, haben Reisende aus den Risikoländern kein Anspruch auf Erwerbsersatzentschädigung. Nur, wenn beispielsweise der Arbeitgeber jemanden in ein Risikoland schickt, sei es möglich, dass der Lohn auch während der Quarantäne fortgezahlt werden müsse.

Die Quarantäne muss nach der neuen Verordnung strikt gehandhabt werden. Das heisst: Es sind weder Spaziergänge noch Einkäufe erlaubt. Zu den Länder, die vom Bundesrat auf die Liste gesetzt wurden, sind, gehören:

  • Argentinien
  • Armenien
  • Aserbaidschan
  • Bahrain
  • Weissrussland
  • Bolivien
  • Brasilien
  • Cabo Verde
  • Chile
  • Dominikanische Republik
  • Honduras
  • Irak
  • Katar
  • Kolumbien
  • Kosovo
  • Kuwait
  • Moldova
  • Nordmazedonien
  • Oman
  • Panama
  • Peru
  • Russland
  • Saudi-Arabien
  • Schweden
  • Serbien
  • Südafrika
  • Turks- und Caicos-Inseln
  • USA

Der Bundesrat will die Liste regelmässig aktualisieren. Als Kritieren verwendet er unter anderem die Zahl der Neuinfektionen in einem Land und die Verfügbarkeit verlässlicher Informationen zur Risikolage.

Quelle: CH Media
veröffentlicht: 2. Juli 2020 18:43
aktualisiert: 3. Juli 2020 07:55