Darüber stimmt das FM1-Land ab

Dario Brazerol, 7. Februar 2019, 10:53 Uhr
Auf nationaler Ebene kommt die Zersiedelungsinitiative zur Abstimmung.
Auf nationaler Ebene kommt die Zersiedelungsinitiative zur Abstimmung.
© Keystone/Gaëtan Bally
Es wird wieder abgestimmt. Am 10. Februar entscheidet die Schweiz über die Zersiedelungsinitiative. Im Kanton St.Gallen steht die IT-Bildungsoffensive zur Debatte.

Der 10. Februar dürfte ein ruhiger Abstimmungssonntag für das FM1-Land werden. Auf nationaler Ebene wird einzig über die Zersiedelungsinitiative abgestimmt, kantonal entscheidet St.Gallen über einen Bildungskredit von 75 Millionen Franken.

Weniger Bauland, mehr Freiland

Mit der Zersiedelungsinitiative soll die Ausdehnung der schweizweiten Bauzonen gestoppt werden. Das Ziel der Initianten ist es, dass die Landschaft und Natur stärker geschützt werden. Konkret sieht die Initiative vor, dass die Ausdehnung der Bauzonen ganz gestoppt wird. Neue Bauzonen soll es nur dann geben, wenn eine gleich grosse Fläche einer anderen Bauzone aufgehoben wird. Ausserdem soll vermehrt in bereits bestehenden Siedlungsgebieten gebaut werden, um die Grünflächen für künftige Generationen zu erhalten.

Das Initiativ-Komitee argumentiert, dass heute in der Schweiz täglich eine Fläche von acht Fussballfeldern verbaut wird. Diese Fläche wird somit für die Landwirtschaft unbrauchbar. Die Gegner der Initiative, zu welchen auch Bundesrat und Parlament gehören, sehen die Initiative als kontraproduktiv an. In der Schweiz würden regionale Unterschiede bestehen, was die Problematik betrifft. Ausserdem würden bei knappem Bauland die Preise für Grundstücke und Wohnungen steigen.

Investition in «Neuland»

Mit der IT-Bildungsoffensive wollen der St.Galler Kantonsrat und die Regierung dem Fachkräftemangel in der IT-Branche entgegenwirken – Lehrpersonen sollen in Sachen Digitalisierung geschult werden. Mit einem Sonderkredit von rund 75 Millionen Franken sollen dafür in den nächsten sieben Jahren diverse Projekte finanziert werden. Dazu gehören unter anderem ein Kompetenzzentrum für angewandte Digitalisierung sowie der Aufbau eines Bachelor- und Masterstudiengangs in Informatik und Management.

Die Chancen für ein Ja zum Kredit dürften gut stehen. Im Kantonsrat wurde der Beschluss über den Kredit im letzten Jahr mit 110 zu 0 Stimmen angenommen.

Dario Brazerol
Quelle: red.
veröffentlicht: 7. Februar 2019 10:53
aktualisiert: 7. Februar 2019 10:53