FC St.Gallen

Der Trainer, der keine Überraschungen bietet

21. September 2019, 08:08 Uhr
Wenn sie nur immer so gut gelaunt sein könnten: Sportchef Alain Sutter und Trainer Peter Zeidler
© KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Im Schweizer Cup weit zu kommen hat für den FC St. Gallen eine hohe Priorität. Nach dem Ausscheiden beim B-Ligisten Winterthur verspürt Trainer Peter Zeidler einen Druck.

Wer immer gegen den FCSG spielt, muss mit keinen Überraschungen rechnen. In den ersten sechs Runden der Meisterschaft liess Peter Zeidler sechsmal mit dem gleichen System spielen, mit einem 4-3-3, das man auch als 4-1-2-3 interpretieren könnte.

Systemtreue wird goutiert, wenn sie zum Erfolg führt - wie letzte Saison bei den Young Boys, deren Trainer Gerardo Seoane kaum je vom 4-4-2 abwich. Kommt die Mannschaft jedoch nicht gut voran - und dies gilt für die Ostschweizer in der noch jungen Saison -, wäre der Trainer vielleicht gut beraten, auf verschiedene Weise das Heil zu suchen. Vor allem dann, wenn er wie Zeidler über nahezu die ganze Breite des Kaders verfügen kann. Die Absenzenliste ist derzeit nicht lang.

Tatsächlich gilt Zeidler rund um den FCSG je länger, je mehr als unflexibel und stur. Er benötigt nächstens einen Erfolg, damit er mit dem gleichen Vorgehen wieder als gradlinig und konsequent gilt. Die Chance dazu erhält er am Samstag im Heimspiel gegen Aufsteiger Servette.

Die Super-League-Spiele vom Samstag im Überblick:

Neuchâtel Xamax - Sion (Duelle der letzten Saison: 0:3, 1:1, 3:1, 0:1). - Samstag, 19.00 Uhr. - SR Bieri. - Absenzen: Seferi, Dugourd, Farine und Mveng (alle verletzt); Luan, Raphael und Andersson (alle verletzt). - Fraglich: - ; Behrami. - Statistik: Nur der FC Basel hat es geschafft, die letzten vier Super-League-Spiele zu gewinnen - so wie Sion, die Mannschaft der Stunde. Schlusslicht Xamax hat nur zwei der sechs Spiele verloren, jedoch keines gewonnen. Der erste Sieg der Neuenburger käme erst recht überraschend, weil bei Sion alle Leistungsträger fit sind und in der Person von Seydou Doumbia ein weiterer Leistungsträger dazugekommen ist. Sion könnte erstmals seit dem Herbst 2016 (damals unter Trainer Peter Zeidler) fünf Siege in der Super League aneinanderreihen.

St. Gallen - Servette (-). - Samstag, 19.00 Uhr. - SR Fähndrich. - Absenzen: Klinsmann (gesperrt), Nuhu, Lüchinger und Bakayoko (alle verletzt); Koné, Cognat, Iapichino, Lang, Sasso, Sauthier und Busset (alle verletzt). - Statistik: Keine Mannschaft weist in der noch jungen Saison eine derart wilde Leistungskurve vor wie St. Gallen. Die Ostschweizer müssen das frühe Ausscheiden aus dem Cupwettbewerb verkraften - genau wie Servette. St. Gallen siegte in der Meisterschaft zuletzt daheim gegen Lugano, während Servette ebenfalls zuhause gegen Xamax nur ein Unentschieden erreichte. In der Super League spielten die Mannschaften letztmals im Mai 2013 gegeneinander. St. Gallen siegte daheim 4:1. Von jenen Kadern ist nur der Servettien Christopher Routis heute noch bei seinem Verein aktiv.

Rangliste: 1. Basel 6/15 (16:7). 2. Young Boys 6/14 (13:5). 3. Sion 6/13 (8:6). 4. Servette 6/9 (9:6). 5. St. Gallen 6/7 (9:11). 6. Luzern 6/5 (5:7). 7. Thun 6/5 (6:10). 8. Zürich 6/5 (5:14). 9. Lugano 6/4 (7:8). 10. Neuchâtel Xamax FCS 6/4 (7:11).

Quelle: sda
veröffentlicht: 21. September 2019 04:05
aktualisiert: 21. September 2019 08:08