Wetter

Deshalb fegen aktuell so viele Stürme über die Schweiz

21. Februar 2022, 21:09 Uhr
Nach «Ylenia» fegt Sturmtief «Antonia» seit Sonntagabend über die Schweiz. Bereits zum zweiten Mal in den letzten sieben Tagen ist das Wetter ungemütlich. Werden sich solche Stürme in Zukunft häufen?
Sturmtief «Antonia» fegt von England her via Norddeutschland über die Schweiz.
© Meteonews

Heftige Böen, starker Regen und stillstehenden Seilbahnen: Auch die neue Woche hat wieder mit ungemütlichem Wetter begonnen.

Grund für starke Winde und Orkanböen sei der Druckausgleich, sagt Roger Perret von Meteo News. «Ein Sturmtief, das auf kleiner Distanz, grosse Unterschiede von Luftdruck durchläuft, muss die ausgleichen. Das führt zu starkem bis stürmischem Wind», so Perret. Zur Zeit habe es eine ausgeprägte Westwindströmung, aber es sei nichts Aussergewöhnliches, dass sich im Winter über dem Atlantik grosse Tiefs bilden. «Es ist nicht jeden Winter so und hat komplexe Hintergründe, die man nicht einfach in Worte fassen kann. Es ist eine Laune der Natur.»

«Wind bleibt stark bis stürmisch»

Die Kaltfront von Montagmorgen sei bald vorüber, aber gegen Abend seien weitere kräftige Niederschläge zu erwarten: «Der Wind bleibt stark bis stürmisch im Flachland, 80 - 90 Stundenkilometer. In den Bergen gibt es weiterhin Orkanböen, die sich aber am Dienstagmorgen auch beruhigen», sagt Perret.

Die grösste Gefahr bei Stürmen sei, dass Bäume umfallen und auf Strassen oder Häuser fallen. «Es können grosse Schäden dadurch entstehen, aber bei diesen Windgeschwindigkeiten ist das nicht zu erwarten», sagt der Meteorologe. Zukünftig werde es tendenziell weniger solche Stürme geben, da der Temperaturunterschied zwischen den Tropen und der Arktis kleiner werde.

(joe)

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 21. Februar 2022 12:01
aktualisiert: 21. Februar 2022 21:09
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