Die 90er auf Eis gelegt

Stefanie Rohner, 18. Februar 2019, 08:08 Uhr
Erstmals findet diesen Winter die Eisdisco St.Gallen während zwei Abenden statt. Und der erste Abend holt uns die Jugend zurück. Die 90er-Jahre-Party erinnert an erste Küsse, Tänze und wunderbare Feste.

Ice Ice Baby! Der erste von zwei Eisdisco-Abenden startet mit einer legendären 90er-Jahre-Party. Auf dem Eis und an den Bars wird wacker mitgesungen und getanzt - ein Schwelgen in der Vergangenheit. Obwohl das auf dem Eis etwas schwieriger ist, heben sich die Hände bei YMCA und Scooter.

«Ich bin das erste Mal überhaupt an der Eisdisco. Ich bin wegen meiner Freunde hier, wegen des Spasses und weil die Musik mich an meine Jugend erinnert», sagt Rhea aus Gossau. Es sei auch schön auf dem Eis zu sein, denn wer würde sich nicht mal gerne wie eine Eiskunstläuferin fühlen?

«Diese Jahre waren geil»

Bislang fand die Eisdisco in der Eishalle Lerchenfeld immer nur an einem Abend statt. Die Veranstalter Lukas Hofstetter und Dimitrij Itten wollten an der neunten Ausgabe was Neues wagen. «Wir wurden jedes Jahr von Besucherinnen und Besuchern überrannt, teilweise mussten sie eine Stunde lang anstehen, um aufs Eis zu kommen», sagt Lukas Hofstetter.

Um einerseits die Wartezeit zu verkürzen und andererseits mehr zu bieten, gibt es nun zwei Abende auf dem Eis. «Wir haben uns für die 90er-Jahre-Party entschieden, weil diese Jahre einfach geil waren und wir selbst zu dieser Zeit an solchen Partys waren. Jeder kennt die Songs und kann sie mitsingen», sagt Hofstetter.

Der Turnhallen-Disco-Poet

Den Besucherinnen und Besuchern macht es genauso viel Spass. «Die Kindheit lebt wieder auf. Es macht Spass, die Musik zu geniessen und Schlittschuh zu laufen. Ich bin extra aus Zürich hergekommen. So was Cooles gibt es dort nicht», sagt Rahel aus Zürich.

DJ Doppelmeter, der sich als Turnhallen-Disco-Poet aus der Vorstadt mit viel Selbstvertrauen und wenig Talent beschreibt und besser bekannt ist als Matthias Howald, Sänger von Tüchel, heizt den Leuten gut ein.

Sport und Ausgang

Am Samstag geht es mit der Kinderdisco und Familiennachmittag sowie abends mit einem vielseitigen Musikprogramm weiter. «Eighties, Funk, Soul und Hip-Hop und Elektro werden den Abend umrahmen. Zudem gibt es eine coole Vater-Tochter-Combo. Die beiden legen gemeinsam auf - er ist Techno-DJ, sie trifft die Song-Auswahl», sagt Dimitrij Itten.

Für ihn und wohl auch für alle, die an die Eisdisco gehen, ist die Kombination aus Sport und Ausgang das Beste. «Man ist nicht nur an der Bar, sondern man dreht noch seine Runden und kann seine Schlittschuh-Skills auffrischen. Die Kombination macht es aus», sagt Itten.

Wer in diesem Jahr nicht dabei sein kann, braucht sich keine Sorgen zu machen. Hofstetter und Itten planen natürlich auch eine zehnte Ausgabe. Was dann genau geplant ist, steht noch in den Sternen - klar ist jedoch, das auch dann der Spass an der Freude im Vordergrund steht.

Stefanie Rohner
Quelle: str
veröffentlicht: 16. Februar 2019 06:26
aktualisiert: 18. Februar 2019 08:08