Strom, Gas, Öl

Diese Preiserhöhungen erwarten Schweizer Haushalte

25. April 2022, 13:40 Uhr
Dass die Strompreise in der Schweiz steigen, war schon länger klar. Der Ukraine-Krieg verstärkt diese Auswirkung. Ab dem nächsten Jahr dürfte die Rechnung deutlich teurer werden, noch höher dürften die Preissteigerungen bei Gas und Heizöl ausfallen.

Seit dem Kriegsbeginn zwischen Russland und der Ukraine haben sich die Preise von Strom und Gas in Europa vervielfacht. Die Energiepreise sind bereits im vergangenen Jahr angestiegen. Schweizer Privathaushalte bekommen die Erhöhung mit Verzögerung zu spüren, wie die «Neue Zürcher Zeitung» schreibt.

Weil die hohen Preise für Haushalte und KMU ein Problem darstellen könnten, will nun auch der Bundesrat eine Lösung dafür finden. Für Härtefälle könnte auch eine staatliche Unterstützung infrage kommen.

Das beste Mittel dagegen sei, so schnell wie möglich auf einheimische Energie umzusteigen, sagt Energieministerin Simonetta Sommaruga in einem Interview mit dem «Tagesanzeiger». Als Beispiel dafür schlägt sie vor, auf Holz oder Wärmepumpen zu setzen.

Höhere Rechnungen für Haushalte 

Doch wie hoch werden die Preise noch steigen? Am Markt bezahlt man derzeit jetzt bereits dreimal mehr für den Strom als noch im August 2021. Branchenvertreter rechnen laut NZZ damit, dass sich die effektive Preiserhöhung für Haushalte bei den meisten Versorgern etwa 20 Prozent betragen werde. Bleiben die Preise so hoch wie aktuell, dürfte der Tarif in den nächsten Jahren weiter steigen.

Doch nicht alle Verbraucherinnen und Verbraucher müssen mit einer Preiserhöhung rechnen. Einige Anbieter produzieren ihren Strom in der Schweiz. Diese bleiben vom Preisschock verschont, weil sie nicht den Marktpreis bezahlen, sondern die Kosten für die Stromproduktion bei den jeweiligen Anbietern.

Hoher Anstieg bei Gas und Heizöl

Anders als beim Strom dürfte es bei den Gaspreisen zu einer merklich grösseren Erhöhung kommen. Die Rechnung für einen Haushalt könnte schon bald 60 Prozent höher ausfallen. Die Firma Energie 360° empfehle ihren Kundinnen und Kunden bereits, die Gasheizung durch erneuerbare Energieträger zu ersetzen.

Ähnlich wie beim Gas sieht es auch bei Heizöl aus. Der Preis dafür hat sich in den letzten zwölf Monaten um über 50 Prozent erhöht. Hausbesitzende müssen nun abwägen, ob sie ihren Tank jetzt füllen, oder bis im Sommer warten, dann könnte der Preis wieder sinken.

(log)

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 25. April 2022 13:26
aktualisiert: 25. April 2022 13:40
Anzeige