Das Heft in die Hand nehmen

Diese verschärften Massnahmen will der Bundesrat heute durchsetzen

11. Dezember 2020, 05:49 Uhr
Die Infektionszahlen bleiben auf relativ hohem Niveau. Darum beschliesst der Bundesrat heute weitere Verschärfungen.
© Keystone
Am Dienstag traf sich der Bundesrat zu einer ausserordentlichen Bundesratssitzung. Dort wurden Empfehlungen für Verschärfungen der Corona-Massnahmen in den Kantonen vorgeschlagen. Heute Freitag wird entschieden, welche davon ab Samstag in Kraft treten.

Das öffentliche Leben und damit die Kontakte einschränken. Mit dieser Devise will der Bundesrat die anhaltend hohen Fallzahlen senken. Die Verschärfungen werden nach der Konsultation der Kantone ab morgen Samstag in Kraft treten und bis am 20. Januar 2021 gelten. Gelockert werden sollen die Massnahmen für die Festtage und Neujahr. Heute Freitag gibt der Bundesrat in einer Medienkonferenz die endgültigen Entschlüsse bekannt. Das könnte uns erwarten:

Ladenschliessungen ab 19 Uhr und Veranstaltungsverbot

Konkret sollen Gastrobetriebe, Einkaufsläden, Märkte, Freizeitbetriebe und Sportaktivitäten bereits um 19 Uhr schliessen müssen und an Sonntagen ganz zu bleiben. Weiter sollen an privaten Veranstaltungen neu höchstens fünf Personen aus zwei Haushalten erlaubt sein. Verboten werden sollen öffentliche Veranstaltungen und jegliche Aktivitäten im Kulturbereich und Veranstaltungen im professionellen Bereich mit Publikum, mit Ausnahme von religiösen Feiern sowie Versammlungen von Legislativen.

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Quelle: CH Media Video Unit

Die Ausnahmen

Auch bei privaten Feiern über die Festtage sollen die Ansteckungen reduziert werden, sagte Gesundheitsminister Alain Berset am Dienstag. «Wir versuchen die beste Möglichkeit zu finden. Wir wollen die Leute nicht zu Hause einsperren.» Vom 24. bis 26. Dezember sowie am 31. Dezember sollen darum Feiern mit bis zu 10 Personen erlaubt sein, wie es in einer Mitteilung des Innendepartements vom Dienstag heisst.

Ziehen Kantone nicht nach, könnte Bund eingreifen

Mehrere Kantone wie Zürich, Baselland und Solothurn haben am Dienstag ihre Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus bereits verschärft. Das, nachdem am Montag das Tessin, der Thurgau und die Waadt angesichts der Festtage strengere Massnahmen angekündigt haben. Auch St.Gallen hat am Mittwoch strengere Massnahmen angekündigt, will vor der Einführung jedoch noch auf den Entscheid des Bundesrates warten. Lockerungen gab es vorerst nur im Kanton Genf, der zuletzt mit sinkenden Fallzahlen ein gutes Beispiel setzen konnte.

Sollte sich die Lage bis am 18. Dezember nicht verbessern, stellt der Bundesrat in Aussicht, weitere Massnahmen, wie die Schliessung von Gastrobetrieben und Läden, zu erlassen. Am vergangenen Freitag betonte Gesundheitsminister Alain Berset, dass der Bund die Möglichkeit habe, auch für einzelne Kantone oder Regionen Massnahmen zu erlassen, sollten diese nicht von sich aus handeln.

Maskenpflicht auf Skiliften

Bereits am vergangenen Freitag erwartete man neue Massnahmen, vor allem bei den Skigebieten. Eine zwingende Begrenzung der Gästezahl gab es noch nicht, doch haben sich erste Skigebiete bereits freiwillig zu diesem Schritt bereit erklärt. Limitiert wurden lediglich die Zahl der Personen in geschlossenen touristischen Verkehrsmitteln wie Gondeln und es fiel der Entschluss, dass alle Bergbahnen neu zusätzlich eine kantonale Bewilligung für den Betrieb benötigen. Zudem wurde eine Maskenpflicht im Wintersport beschlossen.

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Quelle: CH Media Video Unit

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 11. Dezember 2020 05:49
aktualisiert: 11. Dezember 2020 05:49