Schweiz

Drei Wochen nach dem Brand auf Lesbos: Schweiz beendet Soforthilfeaktion

30. September 2020, 16:58 Uhr
Fachleute aus der Schweiz halfen, um den Zugang zu Trinkwasser für Flüchtlinge auf Lesbos wiederherzustellen.
© Keystone
Nach den verheerenden Bränden im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos leistete die Schweiz humanitäre Hilfe, Fachleute halfen beim Aufbau des neuen Zentrums. Am Mittwoch endete die Soforthilfeaktion.

(agl) Die Schweiz werde ihr Engagement mit einer mittel- und langfristigen Unterstützung fortsetzen, heisst es in einer Mitteilung des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA). «Es ist jetzt an der Zeit, unsere Arbeit an die Agenturen und NGO zu übergeben», wird Manuel Bessler, Chef des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH), in der Mitteilung zitiert.

Die Humanitäre Hilfe werde ihre Unterstützung zugunsten des Hauptkrankenhauses von Lesbos fortsetzen, eine weitere Lieferung von Material zum Schutz vor dem Coronavirus sei in Vorbereitung. Ein Betrag von 250’000 Franken im Rahmen des Covid-19-Zusatzkredits soll zusätzlich die Lieferung von weiterem Hilfsmaterial zugunsten der Flüchtlinge und der Bevölkerung der Insel Lesbos ermöglichen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Nach dem Brand im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos transportierte die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) fünf Tonnen an Hilfsgütern auf die Insel, darunter Zelte, Generatoren, Wasserkanister und Wasserverteilungsmodule. Fachleute des SKH halfen beim Erstellen des Wasserzugangs im neuen Zentrum, 10'000 Menschen erhielten laut dem EDA dadurch Zugang zu sauberem Trinkwasser. Zudem habe ein Planungsexperte mit Unterstützung aus der Schweiz eine Beurteilung der Risiken im neuen Lager durchgeführt, zum Beispiel Starkwind- oder Überschwemmungsgefahr.

Quelle: CH Media
veröffentlicht: 30. September 2020 16:58
aktualisiert: 30. September 2020 16:58