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Orientierungslauf

Elena Roos und Simona Aebersold auf dem OL-Podest

16. Mai 2021, 16:46 Uhr
Die Schweizer Equipe verpasst am Schlusstag der OL-Europameisterschaften in Neuenburg trotz der starken Leistungen der Frauen eine weitere Goldmedaille. Im Sprint gibt Schweden den Ton an.
Elena Roos bei der Postenkontrolle: Die Elektronik hat Einzug erhalten, gestempelt wird nicht mehr.
© KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Die OL-Dominatorin Tove Alexandersson verdrängte die Schweizer Frauen ganz knapp auf Platz 2 und 3. Die Schwedin war nach 16:10 Minuten und 21 Posten um fünf Sekunden schneller als Elena Roos und deren sechs als Simona Aebersold.

Die Tessinerin verbucht ihre Silbermedaille gleichwohl als Erfolg. Im Alter von 30 Jahren schaffte sie erstmals als Einzelläuferin an einem internationalen Titelkampf den Sprung auf das Podest. Ihre zuvor sechs Medaillen an Welt- und Europameisterschaften gewann sie jeweils mit den Staffeln, zuletzt am Donnerstag als Schlussläuferin der in Neuenburg siegreichen Sprint-Equipe.

Der Rückstand auf Alexandersson fiel geringer aus als erwartet. Die 28-jährige Schwedin ist im urbanen Gelände wie auch im Wald die klare Nummer 1 und läuft die Konkurrenz zeitweise in Grund und Boden - wie einst Simone Niggli-Luder.

Simona Aebersold komplettierte in Neuenburg nach Gold mit der Staffel und Silber im Knockout den Medaillensatz mit Bronze. Die Nummer 1 im Schweizer Frauen-Team vergab Gold in der Startphase mit einer suboptimalen Routenwahl. Ab Rennhälfte war die junge Seeländerin die Schnellste.

Schweizer Männer gingen leer aus

Die erfolgsverwöhnten Schweizer Männer gingen im Sprint etwas überraschend leer aus. Der Routinier Daniel Hubmann verpasste als Fünfter das Podest um drei Sekunden. Das Schweizer Kreuz taucht in den Top 12 der Rangliste siebenmal auf, aber eben nicht bei den Podestplätzen.

Der Sieg ging an den Schweden Emil Svensk vor dem Belgier Yannick Michiels und den zeitgleichen Gustav Bergman aus Schweden und Kasper Fosser aus Norwegen.

Die Schweizer Trümpfe stachen nicht. Matthias Kyburz verpasste nach einem schwachen Start sogar die Top Ten, der Schweizer Meister Joey Hadorn wurde hinter Hubmann zusammen mit Riccardo Rancan Sechster. Hubmann und Kyburz waren als Co-Titelverteidiger angetreten, Kyburz und Hadorn hatten am Samstag im Knockout-Sprint noch Gold und Silber gewonnen.

Die Elite trifft sich schon bald wieder zu einem Kräftemessen. Anfang Juli stehen in Tschechien die Weltmeisterschaften an. Im Programm stehen die Wald- und Sprintdisziplinen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 16. Mai 2021 16:46
aktualisiert: 16. Mai 2021 16:46