Elf Verhaftete bei Schlag gegen Raserszene

Angela Mueller, 6. Juni 2019, 12:18 Uhr
Zusammenarbeit zwischen den Kantonen war fruchtbar: Elf Raser wurden aus dem Verkehr gezogen.
Zusammenarbeit zwischen den Kantonen war fruchtbar: Elf Raser wurden aus dem Verkehr gezogen.
© KEYSTONE/DPA/Andreas Arnold (Symbolbild)
Die Kantonspolizeien St.Gallen und Zürich haben am Mittwochmorgen elf Personen verhaftet. Sie sollen illegale Strassenrennen durchgeführt haben. Zwei Fahrzeuge wurden sichergestellt.

In einer koordinierten Aktion fanden am Mittwochmorgen an verschiedenen Orten Hausdurchsuchungen statt. Dabei wurden elf Personen verhaftet und die Fahrzeuge sichergestellt. Die elf Verhaftungen erfolgten im Auftrag der Jugendanwaltschaft St.Gallen und Staatsanwaltschaft Zürich, schreibt die Kantonspolizei Zürich in einer Mitteilung.

Rennen in der Ostschweiz und in Zürich

Ermittlungen ergaben, dass Rennen zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten auf verschiedenen Strassen in der Region Zürich und der Ostschweiz stattfanden. Umfangreiche Recherchen der Kantonspolizei Zürich führten schliesslich zu den Tatverdächtigen. Die Verfahren werden in enger Zusammenarbeit zwischen der Staatsanwaltschaft und den Polizeikorps der involvierten Kantone geführt, heisst es in einer Medienmitteilung der Kantonspolizei Zürich.

«Die Ermittlungen gegen die Raserszene lief schon seit einigen Monaten. Dabei war die Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei Zürich, der Stadtpolizei St.Gallen und der Kantonspolizei Appenzell sehr gut», sagt Hanspeter Krüsi, Sprecher der Kantonspolizei St.Gallen, auf Anfrage von FM1Today. Die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden waren involviert, weil eine verhaftete Person im Kanton wohnhaft ist. Dasselbe gilt für die St.Galler Stadtpolizei, hier wohnen gleich mehrere der Verhafteten.

Die Jugendanwaltschaft St.Gallen eröffnete gegen drei und die Staatsanwaltschaft Zürich gegen acht Personen Strafverfahren wegen «qualifizierter grober Verkehrsregelverletzungen, Gehilfenschaft dazu und weiteren Delikten». «Dass die Jugendanwaltschaft St.Gallen beteiligt ist, liegt daran das mindestens eine Person aus dem Kanton St.Gallen bei der Tat noch minderjährig war», sagt Krüsi.

Hausdurchsuchungen an allen Wohnorten

Dank der interkantonalen Zusammenarbeit wurden mit Unterstützung der Stadtpolizei St.Gallen und der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden elf Männer festgenommen. Zudem wurden an sämtlichen Wohnorten Hausdurchsuchungen durchgeführt und zwei Fahrzeuge sichergestellt. Bei den Beschuldigten handelt es sich um zwei Kosovaren, einen Deutschen und acht Schweizer im Alter zwischen 19 und 27 Jahren mit Wohnsitz in den beiden Kantonen.

Diverse Verhaftungen schon Anfang des Jahres

Bereits Anfang des Jahres wurden in der Ostschweiz und in Zürich 21 mutmassliche Raser verhaftet. Nach mehrjährigen Ermittlungen führten die Polizeien St.Gallen, Thurgau und Zürich an verschiedenen Orten Hausdurchsuchungen durch. Damals wurden im Kanton St.Gallen 17 und in den Kantonen Thurgau und Zürich je zwei Personen verhaftet. Ihnen wurden mehrfache und schwere Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz – teilweise auch Rasertatbestände – vorgeworfen. Drei Fahrzeuge wurden sichergestellt. Ob ein Zusammenhang zwischen den beiden Szenen bestehe, sei derzeit noch unklar, sagt Krüsi.

Angela Mueller
Quelle: red.
veröffentlicht: 6. Juni 2019 10:52
aktualisiert: 6. Juni 2019 12:18