Einsiedeln

Erst als die Polizei Bussen verteilt, verziehen sich die Fasnächtler

15. Februar 2021, 16:26 Uhr
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Quelle: CH Media Video Unit / TeleZüri / Tele 1

Dicht gedrängt standen am Montagmorgen rund tausend Leute im Dorfkern von Einsiedeln am Strassenrand. Masken waren nur vereinzelt auszumachen, der Sicherheitsabstand wurde nicht eingehalten. Die Versammlung löste sich erst auf, als die Polizei anfing, Bussen zu verteilen.

Es war die erste Grossveranstaltung seit langem. Die Polizei liess den wilden Umzug am Morgen gewähren, am Nachmittag wurden die Strassen dann aber geräumt. Der Umzug dauerte rund eineinhalb Stunden. Wie der Zeitraffer zeigt, trudelten ab 8 Uhr immer mehr Fasnächtler ein. Um neun Uhr sollte nämlich der Umzug losgehen.

Webcam-Aufnahmen zeigen, wie immer mehr Fasnächtler zum Klosterplatz kommen:

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Quelle: Pilatus Today

Beim Sühudiumzug in Einsiedeln handelt es sich nicht um einen bewilligten Umzug, wie David Mynall, Sprecher der Kantonspolizei Schwyz, auf Anfrage von PilatusToday und Tele1 sagt. «Leute sind selbstständig auf die Strasse gegangen. In Einsiedeln sind Umzüge am Fasnachtsmontag Tradition.»

Situation unterschätzt?

Leute mit Hygienemasken waren in der Minderheit. Hat man die Situation bei der Polizei unterschätzt? «Wir sind seit den frühen Morgenstunden präsent und nehmen laufend Einfluss. Es waren über 1000 Leute anwesend, das macht die Situation sehr schwierig», sagte Mynall.

100 Franken Busse

Man spreche mit den Leuten, versuche, sie dazu zu bewegen, Masken zu tragen, wie der Polizeisprecher am Morgen noch bekanntgab. «Wenn sie sich nicht daran halten, büssen wir die Leute.» Weil dieses Vorgehen nicht funktionierte musste die Polizei ihre Präsenz gegen Mittag massiv hochfahren, wie «CH Media» nun berichtet. Die Strassen wurden vom Kloster her Richtung Dorf geräumt. Die Polizei verteilte diverse Bussen. So wurden Teilnehmer mit 100 Franken wegen der Teilnahme an einer unzulässigen Veranstaltung im Rahmen der Covid-19-Verordnung gebüsst. Daraufhin löste sich die Versammlung rasch auf.

Weil sich vor den Take-Aways im Dorf Schlangen gebildet hatten, prüft die Polizei zusammen mit dem kantonalen Gesundheitsamt die Schliessung der Take-Aways am Nachmittag.

Impressionen vom Umzug:

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Quelle: CH Media Video Unit / TeleZüri

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 15. Februar 2021 11:42
aktualisiert: 15. Februar 2021 16:26