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Ex-GLP-Politiker schockiert mit Tweet über Zürcher Juden

8. September 2022, 15:56 Uhr
Der Politiker Fisnik Zuberi setzte am 2. September einen Tweet ab, den sogar Regierungsrätin Jacqueline Fehr mit einem «sprachlos» und «unerträglich» kommentieren liess. Zuberi erklärt, er habe niemanden damit verletzen wollen.

Mittlerweile ist der Ursprungstweet vom Solothurner Fisnik Zuberi zwar gelöscht, das Internet aber vergisst bekanntlich nie. In einem Beitrag auf der Plattform Twitter stellte der Account Fisnik_Zyberi der Stadt Zürich die Frage: Welches Formular man denn ausfüllen müsse, um wie die ultra-orthodoxen Juden einen eigenen Stadtteil in Zürich zu bekommen und gleichzeitig nicht für das rückständige Leben verurteilt zu werden.

Für Politikerinnen «unerträglich»

Der Tweet empört. Obwohl der Beitrag alsbald gelöscht wurde, postete FDP-Kantonsrätin Sonja Rueff-Frenkel einen Screenshot mit der Überschrift: «Sprachlos». Auch SP-Regierungsrätin Jacqueline Fehr schliesst sich der Haltung an und fügt ein «unerträglich» an.

In einem weiteren zweiteiligen Beitrag Fisniks steht, dass der ursprüngliche Tweet wohl missverstanden wurde. Vielleicht wegen des sarkastischen Untertons. Er wolle auf keinen Fall eine Menschengruppe pauschalisieren. Er habe lediglich auf das ultra-orthodoxe Viertel in Zürich aufmerksam machen wollen. Das Leben, das in diesem Viertel geführt werde, empfinde er als rückständig. Was aber nicht heisse, dass man nicht so leben dürfe.

Nicht mehr Mitglied der Partei

Die Junge GLP Solothurn äusserte sich auf Twitter zu den getätigten Aussagen: «Der kürzlich abgesetzte antisemitische Tweet entspricht in keinster Weise der Meinung der Jungen Grünliberalen oder den Grünliberalen. Die fragliche Person ist auch bereits seit letztem Jahr nicht mehr Mitglied bei uns». 

Wie Zuberi gegenüber den Todays erklärt, seien das ganz und gar nicht die Werte, die er vertrete. Die Worte seien in der Tat unglücklich gewählt gewesen. Wenn er andere durch seine Wortwahl verletzt habe, tue ihm das Leid.

(roa)

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 8. September 2022 11:22
aktualisiert: 8. September 2022 15:56
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