Flawil

Flawa verfehlt Zertifizierung: Weiterhin keine Masken aus der Ostschweiz

6. Juli 2020, 11:49 Uhr
In Flawil werden zwar bereits CPA-Masken für den medizinischen Bereich hergestellt, verkauft werden kann die bisherige Produktion allerdings nicht.
© Raphael Rohner
Die Ostschweizer Firma Flawa kann weiterhin keine Atemschutzmasken ausliefern. Die deutsche Prüfstelle hat noch kein grünes Licht für die Zertifizierung geben. Nun wird ein zweites Verfahren notwendig.

(rwa/mjb) Der Zertifizierungsbericht des TÜV Nord hat von rund 40 Prüfkriterien einen Punkt in der Produktion der «Covid Pandemie Atemschutzmasken» (CPA) von Flawa beanstandet. Alle weiteren Parameter seien erfüllt worden, betonte der Konzern in einer Mitteilung vom Freitag. Als Beispiel nennt Flawa die Filterleistung der Masken, was eines der wichtigsten Prüfkriterien darstelle.

Dennoch dürfen die bereits produzierten Masken nicht in den Verkauf gelangen. Flawa hat nun reagiert und Muster zur erneuten Zertifizierung eingereicht. Konzernchef Claude Rieser zeigt sich laut Mitteilung dennoch optimistisch: «Angesichts der Herausforderungen sind wir in diesem Prozess nach wie vor europäische Spitzenklasse und darauf können wir stolz sein».

Auf Anfrage von CH Media zeigt sich das Unternehmen wortkarg. Es wollte nicht beantworten, wie viele Masken Flawa bereits produzierte und in welchem Punkt die Masken beanstandet wurden.

Es sind nicht die ersten Anlaufschwierigkeiten des Ostschweizer Konzerns bei der Maskenproduktion. Bereits die Inbetriebnahme der beiden Maschinen dauerte länger als erwartet. Flawa hatte einst angekündigt, die Maskenproduktion Mitte Mai aufnehmen zu können.

Quelle: CH Media
veröffentlicht: 3. Juli 2020 14:59
aktualisiert: 6. Juli 2020 11:49