Luftverkehr

Flughafen Zürich muss Betriebsgebühren um 15 Prozent senken

12. November 2019, 08:21 Uhr
Laut dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) ist die Rendite des Flughafens Zürich im regulierten Geschäftsbereich zu hoch: Nun sollen die Gebühren runter. (Archiv)
© KEYSTONE/ENNIO LEANZA
Der Flughafen Zürich muss im kommenden Jahr mit Ertragseinbussen rechnen. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat eine Reduktion der Flugbetriebsgebühren um 15 Prozent verfügt.

Die Senkung soll noch während der laufenden Gebührenperiode ab 1. April 2020 in Kraft treten, teilte die Flughafenbetreiberin am Dienstag mit.

Laut BAZL wird bei der aktuellen Gebührenordnung das Kostendeckungsprinzip verletzt. So weise der Flughafen Zürich aufgrund des Volumenwachstums der vergangenen Jahre im regulierten Geschäftsbereich eine zu hohe Rendite aus, heisst es in der Mitteilung. Diese liege über dem Kapitalkostensatz, welcher der Genehmigung der aktuellen Gebühren in der laufenden Gebührenperiode zugrunde lag.

Die Flughafen Zürich AG seinerseits sieht das Kostendeckungsprinzip nicht verletzt und kündigt an, gegen die Verfügung Beschwerde einzureichen. Zudem sei für die nächste Gebührenperiode bereits eine deutliche Gebührensenkung in Aussicht gestellt worden, so die Meldung. Die möglichen Ertragseinbussen für das kommende Jahr beziffert das Unternehmen auf rund 60 Millionen Franken.

Quelle: sda
veröffentlicht: 12. November 2019 08:05
aktualisiert: 12. November 2019 08:21