Wetter

Föhn sorgt für warme Nacht und Orkanböen

19. Dezember 2019, 16:41 Uhr
Der Föhn hat in der Nacht zum Donnerstag für milde Temperaturen gesorgt. Stellenweise wurden 17 Grad Celsius gemessen. Der Föhn wird im Laufe des Tages noch stärker - 20 Grad Celsius liegen im Bereich des Möglichen. (Symbolbild, Gonzen)
© KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Der Föhn macht in der Schweiz weiter auf sich aufmerksam. Er hebt die Temperaturen auf ein extrem mildes Niveau. Ihm Rheintal stiegen die Temperaturen auf über 16 Grad. Am Freitag soll der Föhn mit Orkanböen aufwarten.

Der Föhn sorgte in der Nacht auf Donnerstag für sehr milde Temperaturen: So wurden etwa in Sevelen im St. Galler Rheintal 16,1 und in St. Gallen Notkersegg 14,3 Grad Celsius gemessen, wie SRF Meteo am Donnerstag mitteilte.

In Elm im Kanton Graubünden und in Engelberg im Kanton Obwalden lagen die Höchstwerte bei 12,9 Grad Celsius. In Altdorf im Kanton Uri sind um Mitternacht 16 Grad Celsius gemessen worden. Auch anderswo zeigte das Thermometer für eine Dezembernacht sehr hohe Temperaturen an.

Im Flachland war es allerdings frisch: Am Flughafen Zürich, der in rund zehn Kilometer Luftlinie Entfernung zum Üetliberg liegt, sanken die Temperaturen auf minus 1,6 Grad.

Föhn bleibt noch weiter aktiv

Der Föhn bleibt noch weiter aktiv – 20 Grad liegen gemäss SRF Meteo im Bereich des Möglichen. Zudem soll der Föhn an Bewegung gewinnen, insbesondere in der Nacht auf Freitag und am Freitagmorgen. SRF Meteo rechnet mit Maximalböen von 140 bis 170 Kilometer pro Stunde in den Bergen. Auch in den Tälern seien Böen bis zu 130 Kilometer pro Stunde möglich.

Danach soll es bis auf 1000 Meter hinunter schneien: Am Freitagabend soll eine stürmische Kaltfront für eine deutliche Abkühlung sorgen.

Aussergewöhnliche lange Föhnwetterlage

Der Föhn sorgt seit bald zwei Monaten immer wieder für Aufsehen. So viele Föhnphasen wie im November und Dezember habe es bisher eher selten gegeben, schreibt SRF Meteo. Grund seien die zahlreichen kräftigen Tiefdruckgebiete über dem nahen Atlantik.

Quelle: sda
veröffentlicht: 19. Dezember 2019 15:40
aktualisiert: 19. Dezember 2019 16:41