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Corona-Massnahmen

Fünf-Personen-Regel: Sommaruga sieht Spielraum für Familien

10. Dezember 2020, 09:16 Uhr
Bei den geplanten Corona-Massnahmen des Bundesrates soll noch präzisiert werden, in welchen Fällen die Fünf-Personen-Regel genau greift. Zudem sollen Kantone, die früh Massnahmen ergriffen haben, nicht benachteiligt werden.
Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga trauert um die mehr als 5000 Corona-Toten.
© Keystone

Am Freitag will der Bundesrat über verschärfte Corona-Massnahmen entscheiden. Höchstens fünf Personen aus zwei Haushalten sollen sich noch treffen dürfen. In einem Interview mit der «SRF Rundschau» hat Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga bekräftigt, dass man diese neue Regel gerade in Hinblick auf Kinder erneut anschauen werde. «Wir werden das dafür nochmals präzisieren und die Frage, wie man mit den Kindern umgeht und bis zu welchem Alter sie als Kinder zählen, nochmals präzise anschauen», sagte die Bundespräsidentin.

Grundsätzlich seien die Massnahmen nun aber nötig, um die Zahlen in den Griff zu bekommen. Sommaruga sagte zudem, dass Kantone, die früh mit harten Massnahmen eingegriffen haben, jetzt bei allfälligen neuen wirtschaftlichen Unterstützungen nicht benachteiligt werden sollen. Gerade die Romandie hatte aufgrund hoher Zahlen schon früh weitgreifende Massnahmen ergriffen. Man wolle mit den Kantonen möglichst transparent kommunizieren, so Sommaruga.

Die Bundespräsidentin drückte zudem ihre Trauer über die mehr als 5000 Toten aus, die durch das Virus gestorben sind. Der Bundesrat trage eine «grosse, schwere Verantwortung», so Sommaruga. Diese müssten aber auch alle mittragen. Der Bundesrat beschliesse Massnahmen, an die sich dann aber alle gemeinsam halten müssen.

(sre)

Quelle: CH Media
veröffentlicht: 10. Dezember 2020 08:54
aktualisiert: 10. Dezember 2020 09:16