Zweite Welle

GDK-Präsident Lukas Engelberger will härtere Massnahmen

14. Dezember 2020, 06:54 Uhr
Trifft sich heute mit Alain Berset: Der Präsident der Eidgenössischen Gesundheitskommission, Lukas Engelberger.
© Keystone
Bereits jetzt müssten Spitäler wichtige Eingriffe verschieben, sagt der Präsident der Schweizerischen Gesundheitsdirektorenkonferenz, Lukas Engelberger. Es werde weitere Einschränkungen geben.

(wap) Das Aufschieben von Eingriffen wegen der Überlastung durch Corona-Patienten betreffe nicht nur «Nice to have-Eingriffe», sagte der Präsident der Schweizerischen Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK), Lukas Engelberger, in einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit dem «Tagesanzeiger». Es bestehe das Risiko, das beispielsweise auch junge Krebspatienten nicht mehr behandelt werden könnten.

Engelberger, der sich heute im Rahmen eines Krisengipfels zusammen mit den kantonalen Gesundheitsdirektoren mit Bundesrat Alain Berset treffen wird, will weitere Massnahmen. Dies auch im Hinblick auf die auf Mittwoch angekündigte Schliessung aller nicht systemrelevanten Geschäfte in Deutschland, die in dem Interview als« harter Lockdown» bezeichnet wird. «Irgendwann wird die Diskrepanz zwischen den Massnahmen und den Fallzahlen und der Gap zu unseren Nachbarländern einfach zu gross», sagte Engelberger.

Ob es möglich bleiben werde, an Weihnachten möglichst vieles zu ermöglichen, wie es bis anhin das Ziel des Bundesrates gewesen sei, sei in der aktuellen Situation aber «sehr unsicher». Es werde auch in der Schweiz weitere Einschränkungen geben.

Quelle: CH Media
veröffentlicht: 14. Dezember 2020 06:45
aktualisiert: 14. Dezember 2020 06:54