Geschäfte sollen unverkäufliche Lebensmittel abgeben

21. Juni 2019, 10:52 Uhr
Was nach Ladenschluss übrigbleibt, soll künftig zertifizierten Organisationen oder Einzelpersonen überlassen werden können. Der Nationalrat setzt ein Zeichen gegen Food Waste. (Themenbild)
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Der Nationalrat will etwas gegen Lebensmittelverschwendung unternehmen. Geschäften soll die Abgabe von unverkäuflichen Lebensmitteln an gemeinnützige Organisationen erleichtert werden. Eine entsprechende Motion ist am Freitag stillschweigend angenommen worden.

Der Anti-Food-Waste-Vorstoss von SP-Nationalrätin Martina Munz (SH) geht nun an den Ständerat. Stimmt auch dieser zu, sollen Lebensmittelgeschäfte künftig noch geniessbare Lebensmittel bei Ladenschluss zertifizierten Organisationen oder Einzelpersonen überlassen können.

Die Abgabe von Tagesfrischprodukten und nicht mehr verkäuflichen Lebensmitteln sei ein erster Meilenstein zur Bekämpfung der Lebensmittelverschwendung, schreibt Munz. Heute werden solche Lebensmittel mit Waschpulver vermischt oder auf anderem Weg ungeniessbar gemacht.

Der Bundesrat ist bereit, eine rechtliche Grundlage für das erleichterte Abgeben von Lebensmitteln an gemeinnützige Organisationen zu schaffen. Eine Abgabepflicht geht ihm aber zu weit, wie er in seiner Stellungnahme zum Vorstoss schreibt. Zudem müsse der Schutz der Gesundheit gewährleistet sein.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 21. Juni 2019 10:41
aktualisiert: 21. Juni 2019 10:52